Ein Herz für Hunde: Jule Thumser (li.) und Michael Wahlert mit Sally, Bamsi und Sunny

Für eine artgerechte Hundehaltung

Hundelobby fordert Aufhebung des Leinenzwangs für geprüfte Vierbeiner in Grünanlagen

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Hunde, die mit ihren Menschen in den Bezirken Wandsbek oder Harburg wohnen, haben Glück: Hier dürfen Vierbeiner, die eine Gehorsamkeitsprüfung bestanden haben, nach Herzenslust leinenlos durch die Grünanlagen laufen. Eimsbütteler Hunde sind da schlechter dran, denn die Bezirke behandeln den Leinenzwang unterschiedlich.

 

„Es ist doch widersinnig, dass hier nicht erlaubt ist, was in Wandsbek, Harburg und großen Teilen von Hamburg-Nord klappt“, ärgert sich Jule Thumser aus Niendorf, die mit ihren beiden Spitzen die Hundeauslaufzone Rahweg/Burgunderweg besucht hat. Auf der weitläufigen Wiese dürfen die Vierbeiner toben, sobald sie auf den Wegen laufen würde ein Bußgeld von 35 Euro fällig.

„Die Thematik Hundeauslaufzonen wurde lange politisch abgestimmt und be-
schlossen. Eine Änderung ist aus Sicht des Bezirksamtes nicht angedacht“, äußert sich das Bezirksamt Eimsbüttel. Die Vorsitzende und Mitbegründerin des Hunde-Lobby e. V. Jule Thumser kritisiert diese Haltung: „Wer sich an das Tierschutzgesetz hält und seinen Hund artgerecht halten will, muss zum Gesetzesbrecher werden.“ Und Michael Wahlert, Vorstandsmitglied der Hunde-Lobby, ergänzt: „Wenn ich meinen Hund im Sommer bei 30 Grad nicht zum Abkühlen in den Teich lassen kann, ist das Tierquälerei.“

Zwölf Hundeauslaufzonen für alle Hunde gibt es im Bezirk Eimsbüttel, davon vier in Niendorf und eine in Schnelsen. Hinzu kommen in jedem der Stadtteile Hundeauslaufflächen, die ausschließlich geprüften Hunden vorbehalten sind. Längst nicht alle sind so großzügig wie die am Rahweg. „Man möchte auch mit seinem Hund spazieren gehen, nicht nur rumstehen und Bälle werfen“, sagt Thumser. „Es ist doch ein Schildbürgerstreich, dass Hunde unangeleint um den Park herum laufen dürfen, aber in der Grünanlage an die Leine müssen.“ mf

In Hamburg gilt grundsätzlich die Anleinpflicht. Auf den 114  offiziellen Hundewiesen dürfen alle Vierbeiner toben, weitere Flächen sind ausschließlich Hunden mit bestandener Gehorsamkeitsprüfung vorbehalten. Die Regelungen für geprüfte Hunde sind von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich. Seit 2005 macht sich die Hunde-Lobby e. V. für ein freundliches Miteinander von Menschen mit  und ohne Hund stark (www.hundelobby.de). 

 

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