Planungen in der Sackgasse

Lokstedt hofft weiter auf ein attraktives Stadtteilzentrum am Behmannplatz

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Lokstedt wächst und mit dem Bau neuer Wohnungen wird der Ruf nach einem attraktiven Stadtteilzentrum lauter. Der Bebauungsplan Lokstedt 61 sieht eine zentrale Nutzung auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Technischen Hilfswerkes (THW) an Behrmannplatz und Spritzenweg vor. Doch das DRK will den Standort nicht aufgeben.

 

Eine Markthalle mit Bio-Produkten, ein Schlachter, Schuh- und Schreibwarengeschäft, ein kreativer Kinderspielbereich, ein Platz mit Bäumen, Cafés und Restaurants – Lokstedter Bürger und Politiker haben viele Ideen und Wünsche für ihr Stadtteilzentrum an Behrmannplatz und Grelckstraße. Doch das DRK erteilte nun hinsichtlich der angedachten Nutzung seines Standortes eine klare Absage.

Damit scheint die Zukunft des Zentrums in den Sternen zu stehen: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht das Bezirksamt keinen Anlass, die bestehenden Planungsabsichten am Behrmannplatz auf dem Gelände des DRK neu aufzugreifen, weil die Eigentümerin selbst keine Verlagerungsschritte plant. In einem ersten Vorhaben soll der bestehende Plan auf dem Teilgrundstück des THW umgesetzt werden. Die Zielrichtung ist allerdings, dort künftig Wohnungsbau zu realisieren“, so Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke.

Kleinteilige Lösungen

Carsten Ovens, Sprecher der CDU-Bezirksfraktion findet das schwierig: „Ich habe die Sorge, dass dann nur kleinteilig ge­­dacht, geplant und gebaut wird. Ziel muss es sein, in den nächsten Jahren eine Gesamtlösung zu finden und zu realisieren.“ Die Nutzung der Grelckstraße und Ausweichstrecke müsse für ein Zentrum mit Flair ausgeschlossen werden. 

Das sehen auch die Grünen so: „Der deutlich zunehmende Autoverkehr muss aus der Grelckstraße wieder zurückgedrängt werden“, so Volker Bulla, Sprecher der Grünen im Stadtplanungsausschuss. Es  fehle Außerdem ein Frequenzbringer wie eine Drogerie mit (Bio)-Lebensmitteln.

Bürger werden aktiv

Für Freigang Müller von der Bürger-Initiative „Ein Zentrum für Lokstedt“ scheitert die Planung an den Verhandlungen und falschen Entscheidungen der Politik: „Es wurde für die Bebauung eine bestimmte Quote von Sozialwohnungen vorgegeben. Dies hat das Projekt für mögliche Investoren unwirtschaftlich gemacht. Wir Lokstedter sind es endgültig leid, mit dem Auto oder mit teuren öffentlichen Verkehrsmitteln in die Nachbarstadtteile zu fahren.“ Die Initiative hält an der Zentrenstärkung am Behrmannplatz fest, fordert vom Bezirk, das Projekt durch direkte Förderung oder geänderte Planvorgaben wieder wirtschaftlich zu machen. mf

 

 

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