Codierung schreckt Diebe ab

Der „Fingerabdruck“ verhindert in vielen Fällen den Fahrraddiebstahl

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Was hamburgweit ein Problem ist, betrifft auch Schnelsen und Niendorf: Immer wieder werden hier Räder gestohlen. Die Polizei rät dringend zur Fahrradcodierung, denn codierte Fahrräder werden nur selten geklaut.

 

Zwar tauchen sehr viele gestohlene Fahrräder irgendwann wieder auf, können jedoch nur schwer den rechtmäßigen Besitzern zugeordnet werden, weil diese nicht einmal die Rahmennummer ihrer Drahtesel kennen. Doch selbst wenn, nützt es ihnen oft wenig: Diese Nummer wird vom Hersteller vergeben und kann somit auch doppelt vorkommen. „Eine Vielzahl von Fahrrädern in den Fundbüros zeugen von der Schwierigkeit, die Räder an den Eigentümer zurückzugeben“, weiß Peter Poppe vom Niendorfer Polizeikommissariat PK 24.

Darunter sind allerdings nur sehr selten codierte Fahrräder, denn: „Der Codierungsaufkleber ist wirklich gut zu sehen und daher nimmt unser Klientel lieber ein nichtcodiertes Rad“, so Roberto Ziemer, ebenfalls vom PK 24. Genau diese Abschreckung sei das Hauptargument für Codierung.

Fahrradcodierung 

Die Polizei rät hier zu einer ganz individuellen Kennzeichnung: Eine Codierung, die in den Rahmen des Rades eingraviert wird und das Kfz-Kennzeichen (HH) sowie die verschlüsselte Adresse und die Initialen des Besitzers enthält. So können Polizei und Fundbüro ohne Schwierigkeiten Rückschlüsse auf die wahren Eigentümer ziehen.

Hohes Risiko für Diebe

Ein weiterer Vorteil der Codierung ist, dass sich die Diebe einem höheren Entdeckungsrisiko aussetzen und zugleich die Weitergabe und der Verkauf gestohlener Fahrräder unattraktiv werden. „Diebstähle sind leichter nachzuweisen und Verdächtige können leichter überführt werden“, so Poppe. Das PK 24 bietet daher regelmäßig Codierungsaktionen an, das nächste Mal am Sonnabend, 14. September, von 9 bis 12 Uhr auf dem Gelände der Polizei im Garstedter Weg 24 in Niendorf. 

Für die Codierung, die nicht von der Polizei durchgeführt wird, ist ein Kostenbeitrag in Höhe von 8 Euro zu entrichten. sun

 

Fahrradpass als App

 

Für Handybesitzer gibt es für iPhones sowie Android- Smartphones als kostenlose App einen Fahrradpass, mit der bei einem Diebstahl alle wichtigen Merkmale des Fahrrads elektronisch an Polizei und Versicherung geschickt werden können. Die Fahrradpass-App kann kostenlos heruntergeladen werden, unter anderem im Google Play Store unter der Kurz-URL: wck.me/2EV

 

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