Auf dem Podium Niels Annen (SPD), Kersten Artus (Die Linke), Rüdiger Kruse (CDU) und Anna Gallina (B90/Die Grünen, v.l.)

Beim Kandidaten-Hearing gelang ein offener Dialog

Interessante Debatten bei der Veranstaltung des Bürgervereins

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Entspannt und sachlich mit nur vereinzelten Sticheleien, aber überraschend vielen ähnlichen Einschätzungen und teilweise inhaltlichen Übereinstimmungen verlief das Kandidaten-Hearing, zu dem der Bürgerverein Hoheluft-Großlokstedt anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl eingeladen hatte.

 

Als Informations-Plattform im Stadtteil wollte der Verein den Bürgern die Gelegenheit geben, die Direktkandidaten des Bezirks persönlich kennenzulernen und sich ein Bild von ihrer politischen Arbeit und den konkreten Zielen zu machen. Eingeladen waren die Kandidaten der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien (CDU, SPD, Grüne, FDP, die Linke). Wegen Terminüberschneidungen hatte Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) seine Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Vielfältige Themen

Nach einer kurzen Vorstellung durch den 2. Vorsitzenden des Bürgervereins, Andreas Stonus, konnten die Wähler den vier Kandidaten mit ihren Fragen auf den Zahn fühlen. Naturgemäß ging es um die „große Politik“ und Themen wie die NSA-Spähaffäre, die Energiewende oder die Zukunft der Pflege.

Das trotz vieler angesprochener Probleme mehrheitliche Bekenntnis zu Europa und dem Festhalten an der Europäischen Union wurde lediglich von Kersten Artus (Die Linke) durchbrochen, die wegen massiver Ungerechtigkeiten einen Neustart des Staatenverbunds als Friedensunion mit sozialer Wirtschaft und gleichberechtigter Teilhabe forderte.

Ein grundsätzlicher Konsens herrschte bei der Energiewende: Alle vier Kandidaten betrachten den Atomausstieg als zentrales Projekt, mit dem Deutschland weltweit eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Allerdings gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie dieser Weg am besten und verträglichsten zu gestalten ist.

So plädierten Kersten Artus und Anna Gallina dafür, die Energiewende in die Hände der Bürger zu legen. Eine Chance dazu hätten die Bürger am 22. September im Rahmen des Volksentscheids zum Netzrückkauf. löv

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