Futuristische Idee Schon von weitem könnte das Doppel-HH auf dem A7-Deckel an der Heidlohbrücke zu sehen sein und zur Attraktion mit Ausblick werden Quelle: POLA Landschaftsarchitekten

Deckel mit Aussicht

Neue Ideen, doch Forderungen der Anlieger verhallen weiterhin ungehört

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Im Rahmen der Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt stellte der Architekt Jörg Michel am 12. August einige neue Ideen für die Gestaltung des geplanten A7-Deckels in Schnelsen vor.

 

Die Entwurfsplanung sei nun zu 95 Prozent abgeschlossen, so der Landschaftsarchitekt des Büros „POLA“ aus Berlin und präsentierte dem Gremium dann einige neue Vorschläge für die Gestaltung  des Deckels im Bereich der Heidlohstraße, wo es – im Gegensatz zur Frohmestraße – in den Plänen bisher noch an attraktiven Elementen gefehlt hatte.

Ungewöhnlich sind diese Ideen in jedem Fall, ob am Ende aber auch finanzierbar, das sei, so Gisela Sinz-König von der BSU (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) noch fraglich. Zum Frohlocken ist es also noch zu früh, nichtsdestotrotz darf die Fantasie schon mal bemüht werden: Wie nett wäre es denn, mit der Familie oder Freunden Boule und Schach zu spielen oder auf den „Fliegenden Picknickdecken“ aus Beton zu sitzen, die auch bei feuchtem Rasen zum Sonnenbad einladen?  Und was für einen Ausblick hätte man wohl von den sechs Meter hohen Türmen in HH-Optik, die das Kfz-Kennzeichen der Stadt symbolisieren sollen und auch auf der Autobahn schon von weitem zu sehen sein würden?

Fliegende Picknickdecken könnten zum Faulenzen und zum Sonnenbad einladen Quelle: Escofet.com

Nach diesen Ausflügen ins Reich der Fantasie kamen von den Zuschauern und aus den Fraktionen dann aber noch ganz andere Fragen auf, für die es wenig befriedigende Antworten gab. Dass die neue Grünanlage nicht beleuchtet sein soll, sorgt in Schnelsen ebenso für Unmut wie die Tatsache, dass der immer wieder geäußerte Wunsch nach Parkplätzen zur Entlastung der hochbelasteten Frohmestraße in den Plänen keine Beachtung gefunden hat.

Keine Parkplätze

Beides ist derzeit ohne Chance auf Realisierung, weil es zum einen in solchen Parkanlagen grundsätzlich kein Licht gibt – sofern es sich nicht um Schulwege handelt – und weil Parkplätze „nie Gegenstand der Planung“ gewesen seien, wie aus dem Gremium zu vernehmen war. Da aber sicher noch fünf bis sechs Jahre ins Land gehen, bevor der erste Spaziergänger über den Deckel flanieren kann, bleibt die Hoffnung, dass sich das eine oder andere Blatt noch wenden wird.  

Infos zum Projekt gibt es unter der URL www.hamburg.de/a7-deckel  sun

 

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