Ein normales Tourenrad, eine Radlerhose und Wanderschuhe Margwald Pohl aus Niendorf braucht kein hochmodernes Multifunktions-Outfit für seine Touren

2 343 Kilometer geradelt

Auch mit 81 Jahren macht Margwald Pohl noch echte Mammut-Touren

Archiv| Views: 197

Total entspannt sitzt Margwald Pohl (81) in einem Lokal im Grünen. Nicht ein Schweißtropfen verrät, dass der durchtrainierte Mann gerade eine Radtour beendet hat, vor der deutlich jüngere Menschen kapitulieren würden.

 

Innerhalb von 29 Tagen hat der in Niendorf lebende Rentner 2  343 km auf dem Drahtesel zurückgelegt, quer durch Deutschland und die Niederlande. „Ich fühle mich gut und habe trotz einiger brenzliger Situationen alles unbeschadet überstanden“, erzählt er beiläufig, während er aus den 28 Kilo schweren Gepäcktaschen eine Straßenkarte kramt.

Nichts konnte Margwald Pohl unterwegs stoppen. Mit eisernem Willen bezwang er einen 130 km langen Schotterweg am Mittellandkanal, stieg nach einem Sturz wieder in die Pedale und fragte sich zum nächsten Fahrradmechaniker durch, als ihm in Hoyerswerda das Bremsseil riss.

Jeden Abend suchte er sich spontan ein Zimmer zum Übernachten und freute sich über das rege Interesse an seiner Tour und die große Hilfsbereitschaft, wo immer er auch auftauchte.

Unterstützung durch wildfremde Menschen erlebte er auch bei seinen drei früheren Mammut-Radreisen vom Nordkap nach Hamburg oder von Helsinki nach St. Petersburg. Deshalb hat Margwald Pohl unterwegs auch keine Angst, weil er darauf vertraut, dass ihm im Ernstfall geholfen wird.

Was genau ihn mal auf’s Rad trieb, kann der 81-Jährige nicht sagen. Eine Motivation war sicherlich der Herzinfarkt vor 16 Jahren und der Wunsch, möglichst lange fit zu bleiben. „Man sieht ja, dass man trotzdem noch so etwas machen kann!“ Eine weitere Riesenradtour ist erst einmal nicht geplant – aber auch nicht ganz ausgeschlossen.  löv

 

Comments are closed.