Jugendberufsagentur Eimsbüttel Petra Hobbiebrunken (li.) und Jan Rübke im Eingangsbereich der Agentur vor dem Graffiti des Künstlers Vaine aus Bergedorf

400 freie Ausbildungsplätze

Eröffnung der Jugendberufsagentur und Bewerber-Tag am 1. Juli

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Zum 1. Juli erhält der Bezirk eine Jugendberufsagentur. Im
Rahmen der Eröffnung findet auch ein Bewerbertag für jene Schulabgänger statt,
die noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.

 

Als erstes Bundesland
führt Hamburg flächendeckend eine Jugendberufsagentur (JBA) mit dem Ziel ein,
junge Menschen bis 25 Jahre in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln. Im
Eppendorfer Weg 24 wird jetzt der Standort für den Bezirk Eimsbüttel eröffnet,
an dem sich ein 41-köpfiges Team um die Beratung und Vermittlung der
Schulabgänger kümmert. Die Agentur für Arbeit ist hier ebenso vertreten wie das
Jobcenter team.arbeit.hamburg, das HIBB (Hamburger Institut für Berufliche
Bildung) und das Bezirks- amt. Das heißt: Es gibt künftig nur noch eine
Anlaufstelle für alle.

Im ersten Schritt vereinbaren die Schulabgänger mit „ihrer“
Berufsberaterin einen Termin in den Räumen der JBA. An der Stadtteilschule
Niendorf ist zum Beispiel Britta Kröpke dafür zuständig, in Schnelsen an der
Julius-Leber-Schule ist es Petra Hobbiebrunken: „Im ersten Gespräch zeigen wir
die Wege zum Wunschberuf auf. Keiner geht ohne sieben oder acht Berufsideen aus
der Tür“, verspricht sie und empfiehlt für weitere Infos: www.berufe.tv.
„Azubis aus Hamburg und Umgebung stellen hier ihren künftigen Beruf in kurzen
Filmen vor. Eine tolle Seite“, sagt die Beraterin.

400 freie Stellen

Im zweiten Schritt folgt dann bei Bedarf die Aufnahme in die
Bewerber-Kartei der JBA. Dann beginnt das Team mit der Suche nach der
Lehrstelle. Jan Rübke vom Arbeitgeber-Service sucht vor allem junge Leute mit
Begeisterung: „Sie müssen darauf brennen, diesen Job zu machen!“ Das will er
auch in der Bewerbungsmappe sehen, die den Arbeitgeber selbst dann von dem
Bewerber überzeugen muss, wenn dessen Zeugnisnoten nicht optimal sind. „Wir
sind für Euch das Vitamin B für den Übergang von der Schule in den Beruf“, so
sein Appell. Und die Mühe lohnt sich, denn alleine im Bezirk Eimsbüttel sind zum
Ausbildungsbeginn im August noch 400 Stellen unbesetzt.

Wer zum August oder September noch eine Ausbildung sucht und
noch nicht bei der Berufsberatung als Bewerber gemeldet ist, der sollte am 1.
Juli den „Bewerber-Tag“ zur Eröffnung im Eppendorfer Weg 24 nutzen: Von 16 bis
18 Uhr gibt es nicht nur Infos über freie Ausbildungsplätze, sondern auch
Gutscheine für kostenlose Bewerbungsfotos.

Der Bezirksamtsleiter zeigt sich begeistert: „Darauf hat
Eimsbüttel gewartet! 22 000 Unternehmen sind hier tätig – in Relation zur
Fläche sind das mehr als in jedem anderen Bezirk“, so Torsten Sevecke. Er ist
sich sicher: „Die JBA wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass wir jeden
Jugendlichen in Ausbildung oder Arbeit vermitteln.“ sun

 

 

Kontakt

 

Jugendberufsagentur, Eppendorfer Weg 24,

Eimsbüttel

Telefon 0800 4 5555 00

Berufsbilder im Internet

www.berufe.tv (auch 
App)

www.planet-beruf.de

 

 

Drei Jugendliche erzählen von ihren Berufs-Plänen nach dem
Schulabschluss

 

Mit der Jugendberufsagentur in Eimsbüttel und dem
„Bewerber-Tag“ eröffnen sich jungen Frauen und Männern neue
Ausbildungs-Chancen. In einer Umfrage berichten drei Schulabgänger, wie sie
ihre Jobzukunft organisiert haben.

 

Besuche im Berufsinformationszentrum und bei
Ausbildungsmessen, Praktika, die Kontaktaufnahme zu Firmen, gute Noten und
natürlich Eigeninitiative ebnen den Weg zum Traumjob.

In fast allen Schulen der Umgebung steht das Thema
Berufsorientierung mehr den je im Fokus, werden die Schülern bei Berufswahl und
Ausbildungssuche unterstützt. Es stehen den Jugendlichen viele Türen offen.
Durchgehen müssen sie aber selbst, wie es auch die Erfahrungsberichte der drei
Jugendlichen beweisen.

Selin (16) aus Rellingen:

Ich freue mich sehr, dass in meiner ausbildungsorientierten Klasse an der Stadtteilschule Niendorf 18 von 20 Schülern bereits eine Ausbildung haben. Ich selbst wollte schon immer gern Einzelhandelskauffrau werden. Ein Bürojob ist einfach nichts für mich, ich brauche den Kundenkontakt. Doch mit meinem Hauptschulabschluss hätte ich es bei Bewerbungen schwer gehabt. Während meines dreimonatigen schulischen Praktikums bei einer Drogeriekette konnte ich aber überzeugen und kann nun zum 1. August mit meiner Wunsch-Ausbildung dort beginnen.

 

 

Marvin (18) aus Schnelsen:

Die Bundeswehr bietet beiden Ge- schlechtern und für alle Schulabschlüsse tolle Karrierechancen. Deshalb habe ich mich jetzt nach meinem Abitur am Gymnasium Ohmoor für den einjährigen freiwilligen Wehrdienst entschieden. In dieser Zeit will ich prüfen, ob die Bundeswehr etwas für mich ist und ich eine Offizierslaufbahn anstreben könnte. Der Beruf Soldat reizt mich, weil er extrem vielseitig ist und mich auch menschlich fordert. Da ich es liebe, zu organisieren und mit Menschen zusammenzuarbeiten, könnte ich mir auch ein Studium in Richtung Eventmanagement oder Personalwesen vorstellen.

 

 

Laura (16) aus Niendorf:

Ein Test im Berufsinformationszentrum ergab, dass ich in sozialer und sprachlich-künstlerischer Hinsicht sehr gut bin. Eine Ausbildung zur Logopädin oder Ergotherapeutin wurde mir empfohlen. Ich habe mich nach einem Praktikum in einem Therapiezentrum für die dreijährige Ausbildung zur staatlich geprüften Ergotherapeutin entschieden. Als ich nun dieses konkrete Ziel vor Augen hatte, motivierte und spornte mich das noch einmal auf dem Weg zu meinem Realschulabschluss an der Stadtteilschule Niendorf an. Am 1. Oktober werde ich nun in Wandsbek mit meiner Ausbildung beginnen.

           

Umfrage: Claudia Möller

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