Stolz auf das Erreichte Jurek (links) und Jonas zählen mit zu den Besten des ersten Abitur-Jahrgangs der Stadtteilschule Niendorf

Hurra, geschafft!

Die ersten 54 Abiturienten der Stadtteilschule Niendorf

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Sie haben es geschafft und damit einen Meilenstein in ihrer persönlichen Biografie und in der Geschichte des Stadtteils gesetzt: 54 Schüler und Schülerinnen sind die ersten Abiturienten der Stadtteilschule Niendorf.

 

2010 wurde aus der Gesamtschule die Stadtteilschule Niendorf, die nun ihren ersten und auch erfolgreichen Abitur-Jahrgang hervorgebracht hat. „Wir sind alle unglaublich stolz auf dieses Ergebnis, für das Schüler und Lehrer solidarisch und voller Ehrgeiz und Leidenschaft gekämpft haben“, so Oberstufenkoordinator Michael Schrader.

Das Abi in der Tasche haben 54 Schüler und Schülerinnen der Stadtteilschule Niendorf

Start mit drei Lehrern

Das Abi in der Tasche haben 54 Schüler und Schülerinnen der Stadtteilschule Niendorf

„Als vor drei Jahren die gymnasiale Oberstufe an der Stadtteilschule geschaffen wurde, hatten wir dafür nur drei Kollegen.“ 32 weitere engagierte Pädagogen wurden eingestellt, die mit den Schülern den Standort im Sachsenweg bezogen und ihn für die Ansprüche des Abiturs herrichteten.

„Dass wir nun einen Jahrgang mit einem Abitur-Notendurchschnitt von 2,7 haben, ist ein riesiger Erfolg. Wir haben viele leistungsstarke Schüler, die auch im Gymnasium Spitze wären und das aber nie von sich gedacht hätten“, so Schrader weiter.

12 oder 13 Jahre?

So wie Jonas und Jurek (beide 19) bekamen viele der heutigen Abiturienten in der vierten Klasse keine gymnasiale Empfehlung. „Wir hatten halt in der Grundschule auch Vieren auf dem Zeugnis“, sagt Jonas. Er hat sein Abitur nun mit 1,8 und sein Mitschüler mit 1,9 abgelegt. Damit zählen beide zu den besten ihres Profilkurses „Gesellschaft 2.0“. „Ich bin dankbar für die Chance, die die Stadtteilschule bietet“, sagt Jurek. Auf Diskussionen zum Unterschied zwischen dem 13-jährigen Abitur an der Stadtteilschule und dem 12-jährigen Abschluss am Gymnasium lassen sie sich nicht ein. „Das ist lächerlich“, sagt Jonas klipp und klar. Michael Schrader erklärt dazu, „dass die erforderliche Zweitkorrektur der Abitur-Ergebnisse vom Gymnasium durchgeführt wurde und ebenso haben wir deren Arbeiten geprüft.“ Für Jurek ist das eine tolle Bestätigung seiner Leistungen: „Denn damit ist klar, dass es keinen Unterschied gibt.“

           

Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule sind stolz auf ihre Premiere

In der neunten Klasse entscheiden sich Stadtteilschüler für eine ausbildungsorientierte Klasse mit dem Realschulabschluss in Klasse 10 oder eine oberstufenorientierte Klasse mit dem Abitur nach 13 Jahren. „Wir nehmen und haben die Freiheit, ganz gezielt auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülern einzugehen“, so Schrader. Er stellt ganz deutlich klar, „dass die gymnasiale Oberstufe der Stadtteilschule nicht ganz automatisch erreichbar und damit ein Auffangbecken ist.“ Wollen zum Beispiel Gymnasiasten nach der zehnten Klasse an die Stadtteilschule wechseln, sollten sie in der neunten Klasse dafür bereits die Weichen stellen.

Jurek und Jonas sind nun auf die Herausforderungen der Zukunft gespannt. „Niemand hätte bei uns in der fünften Klasse damit gerechnet, dass wir ein Abitur schreiben werden“, sagen sie stolz. Jonas wird sich für ein Lehramtsstudium in Bremen bewerben, Jurek tendiert zum Architekturstudium. Wie besonders ihr Jahrgang ist, haben sie auch bei Abi-Streich, Abi-Ball und Abi-Zeitung gemerkt. „Denn da gab es niemanden, bei dem wir uns etwas abschauen oder Tipps hätten holen können. Es war für alle eine Premiere. Wir sind stolz darauf, zum ersten Abidurchgang der Stadtteilschule Niendorf zu gehören.“ moe

 

Abi mit Traumnote

Diese Gymnasiasten gehören mit einem Abiturdurchschnitt von 1,0 zu den Besten.

Gymnasium Corveystraße: Eicke Enzian, Nele Möbs und Hatefa Jadran

Gymnasium Bondenwald: Janne Hottenrott, Dilara Köse, Jennifer Schroeter, Marthe Franziska Sönksen

 

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