Unterschrift mit historischer Dimension Dr. Ulrich Lohse und Philipp Stricharz vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde sowie Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke (v.li.) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags

Christen und Juden unter einem Dach

Kooperationsvertrag zwischen Hamburger Caritas und Jüdischer Gemeinde

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Als einen historischen Moment für Hamburg bezeichnete
Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke die Unterzeichnung eines
Kooperationsvertrags zwischen der „Caritas Hamburg – Wohnen & Soziale
Dienstleistungen GmbH“ und der Jüdischen Gemeinde.

 

Im Bischof-Ketteler-Haus soll erstmals ein jüdisches
Altenheim in einer katholischen Pflegeeinrichtung integriert werden. Bis zu
vier Wohngruppen der Schnelsener Einrichtung sind künftig ausschließlich für
jeweils 12 Mitglieder der Jüdischen Gemeinde vorgesehen. Damit die neuen
Bewohner ihre religiösen und kulturellen Traditionen fortführen können, werden
die Wohngruppen entsprechend den Vorstellungen und Anforderungen der Jüdischen
Gemeinde geführt.

Dies betrifft unter anderem das Angebot koscherer Speisen und
die Beachtung der Regeln für den Sabbath. Neben Weihbischof Dr. Jaschke
unterzeichneten Philipp Stricharz und Dr. Ulrich Lohse vom Vorstand der
Jüdischen Gemeinde den Vertrag. „Mit der Eröffnung des Jüdischen Altenheims im
Bischof-Ketteler-Haus geht für uns ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“,
erklärte Lohse. Er sei sehr froh, in der Caritas und deren Geschäftsführerin
Barbara Bender einen überaus engagierten Kooperationspartner gefunden zu haben.
„Wir verstehen dies als einen echten interreligiösen Dialog zum gegenseitigen
Nutzen, ohne die Unterschiede in religiösen Fragen zu relativieren. Wir werden
von Seiten der Jüdischen Gemeinde alles dafür tun, dass dieses Modell zu einer
Erfolgsgeschichte wird!“ Mitte Juli sollen die ersten jüdischen Senioren
einziehen. löv

 

Bischof-Ketteler-Haus, Kettelerweg 5,


Schnelsen, Tel. 559 86 80, 
E-Mail:
info@caritas-schnelsen.de

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