Neuer Plan Der südwestliche Abschnitt bietet Platz für etwas mehr, der östliche für etwas weniger als 30 Wohneinheiten. Der Großteil der Fläche nördlich der Klaus- Nanne-Straße soll entgegen der ersten Planungen grün bleiben und öffentlich zugänglich gemacht werden

Kompromiss für „Schnelsen 79“

SPD und Bürgerinitiative einigen sich auf maßvolle Randbebauung

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Im Konflikt um den umstrittenen Bebauungsplan Schnelsen 79 gab es eine überraschende Wende.

 

Nach 17 Jahren haben sich die Stadt und die Bürgerinitiative „Schnelsen 79 bleibt Grün“ auf einen Kompromiss geeinigt. Der neue Entwurf sieht eine „maßvolle“ Randbebauung mit maximal 59 Wohneinheiten und den Erhalt der restlichen Grünfläche vor.

Rund zwei Drittel des derzeit landwirtschaftlich genutzten Areals soll als Ausgleichsfläche ausgewiesen, mit einem Regenrückhaltebecken versehen und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Die Bürgerinitiative, die sich seit 1996 gegen eine Bebauung des Landschaftsschutzgebiets wehrt, hatte nach Sondierungsgesprächen mit der SPD Schnelsen ihre Zustimmung zum neuen Entwurf signalisiert. „Wir können nicht ignorieren, dass die Stadt sich deutlich auf uns zu bewegt hat, auch wenn wir entschieden glücklicher wären, wenn auf eine Bebauung gänzlich verzichtet würde“, erklärte Björn Dymek, Vorsitzender der Initiative. Ursprünglich sollte das Areal mit fast 200 Wohneinheiten komplett zugebaut werden. Die planerischen, rechtlichen und ökologischen Bedenken waren jedoch groß. Auch die Bezirksversammlung lehnte die in fast jeder Legislatur abgewandelt wiederkehrenden Planungen zu Schnelsen79, die der Senat an sich gezogen hatte, stets ab.

 

 

Die Bürgerinitiative gibt den Widerstand auf

Die BI-Mitglieder Björn und Kirsten Dymek mit Sohn Fynn, Magdalena Glawe (vorne), SPD-Bezirksabgeordneter Jan Ohmer und Heinrich Flügge (v.l.)

„Der nun gefundene Kompromiss ist für uns tragbar. Die Randbebauung zieht keine Verkehrs- und Lärmbelästigungen nach sich“, so Jan Ohmer, SPD-Bezirksabgeordneter.

Bei den Grünen stieß diese Erklärung auf Kritik. Die SPD-Fraktion verlasse damit die bisherige interfraktionelle Beschlusslage in der Bezirksversammlung. „Wir halten die Bebauung auf dieser Freifläche weiterhin für falsch“, betonte Volker Bulla, Kreisvorsitzender der Grünen Eimsbüttel. Als Gründe nannte er ökologische Aspekte und die nicht optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.  löv

 

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