Verewigte seinen Stadtteil in den Lokstedt-Gedichten: Hubert Fichte COPYRIGHT: Leonore Mau / S. Fischer Verlage

Der Lokstedter Pop-Literat

Hubert Fichte wird mit Straßennamen geehrt – Sonnabend Führung auf den Spuren des Schriftstellers

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Im Krieg erlebte der Schriftsteller Hubert Fichte (1935 – 1986) wie Hagenbecks Tiere nach einem Bombenangriff durch seine Lokstedter Nachbarschaft streiften. Ziemlich wild ging sein Leben weiter.

 

Als erster deutscher Pop-Literat wird Fichte gern betitelt, weil er seine Musikalität in Sprache umsetzte. Seine Romane wie „Die Palette“ und „Detlevs Imitationen‚ Grünspan‘“ haben einen schnellen, harten Rhythmus, dem man sich schwer entziehen kann. Fichte wurde bei seiner alleinerziehenden Mutter und seinen Großeltern in der Vogt-Wells-Straße groß und reiste von dort in die Welt. Zusammen mit seiner Partnerin Leonore Mau, einer Fotografin. Nebenbei hatte der bisexuelle Autor Beziehungen zu Männern. „Für die 60er Jahre ein Knaller“, wie Fichte-Experte Mario Fuhse im Bürgerhaus Lokstedt findet. Anlässlich der Benennung eines Hubert-Fichte-Weges am Grandweg/Veilchenweg hatte das Bürgerhaus am 25. April zu einem Fichte-Abend geladen. mf

Rundgang auf Fichtes Spuren

Auf eine literarische Spurensuche zu Hubert Fichtes und Hans Henny Jahnns „Verlorenen Kinderparadiesen“ geht es am Sonnabend, 11. Mai in Lokstedt und Stellingen. Die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel stellt einzelne Stationen des Lokstedter Schriftstellers Fichte und seines väterlichen Freundes Jahnn vor. Treffpunkt ist um 15 Uhr U-Bahn Lutterothstraße / Ausgang Hagenbeckstraße. Kostenbeitrag 5 Euro.

 

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