Weg von Präsenzritualen

Familienministerin Kristina Schröder diskutiert mit Eimsbütteler Unternehmern

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Über zeitgemäße Familienpolitik und Instrumente zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutierten rund 20 Vertreter von Eimsbütteler Unternehmen mit Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder.

 

Zu diesem Austausch eingeladen hatte der Eimsbütteler CDU-Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse. Die Ministerin skizzierte die Eckpfeiler und Grundsätze ihrer Politik, deren zentrales Element die Wahlfreiheit von Familien sei. Eltern bräuchten Geld, eine gute Infrastruktur und Zeit, um ihren Alltag entsprechend ihrer individuellen Lebensentwürfe organisieren zu können. Mit dem Elterngeld, dem Kita-Ausbau und dem ab August geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Einjährige seien erfolgreiche Hilfsmittel eingeführt worden.

Beim Faktor Zeit nahm Schröder auch die Unternehmen mit in die Pflicht, in dem sie den Abschied von starren Arbeitszeitregelungen und Präsenzritualen forderte. Nicht derjenige, der am längsten bleibe, sei auch der Effizienteste. Vielmehr seien es die Väter und Mütter, die zielgenau darauf hinarbeiteten, pünktlich um 17 Uhr ihr Kind abholen zu können.

In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich, dass die Mehrzahl der anwesenden Unternehmen ihren Mitarbeitern bereits familienfreundliche Angebote macht – auch wenn dies in kleineren Betrieben oftmals mit Anstrengungen verbunden ist.

Als ausbaufähig wurden die Betreuung von Kindern im Grundschulalter und flexible Betreuungsmöglichkeiten in den Randzeiten genannt. Schröder verwies auf ein neues Programm zur Förderung von Betriebs-Kitas. In den ersten zwei Jahren übernehme der Bund die Hälfte der Personalkosten. Dies gelte auch für die Einstellung einer Tagesmutter, die dabei helfen könne, die Randzeiten abzufedern. Trotz aller Bemühungen könne der Staat aber nicht jedes Problem lösen.  löv

 

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