In einem Brief an Jacqueline Morgenstern formulierten die Viertklässler der Grundschule Rönnkamp ihre Bestürzung über das schreckliche Leid des jüdischen Mädchens

Spuren, die niemals vergehen

Gedenkfeier für die ermordeten Kinder vom Bullenhuser Damm

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„Es gibt Spuren davon, dass wir da waren. Und das ist wichtig. Denn wenn es keine Namen gibt, wird es vergessen!“ Es ist erst drei Jahre her, dass Rose Grumelin, die Mutter von Eleonora und Roman Witonski, diese Worte sprach. Eine Woche nach der Gedenkfeier 2012 starb sie.

 

Zu ihrem Andenken versprach Marion Voigtländer, Gemeindepädagogin der Evangelischen Kirchengemeinde, dass die Kinder in Schnelsen die Namen der am 20. April 1945 ermordeten Mädchen und Jungen vom Bullenhuser Damm nie vergessen. Sie existierten nicht nur auf Straßenschildern oder in den Namen öffentlicher Einrichtungen.

Ein Platz im Herzen

Noch viel wichtiger sei, dass sie einen Platz in Gedanken, Gesprächen und Gefühlen gefunden hätten. Diesen Gefühlen gaben die Viertklässler der beiden Grundschulen Anna-Susanna-Stieg und Rönnkamp mit Plakaten, Bildern, Gedichten und Briefen Ausdruck.

Pastor Peter Hahn forderte, die von erfreulich vielen Menschen und Institutionen getragene Gedenk- und Erinnerungskultur im Stadtteil weiterhin wach zu halten. „Die Angehörigen können, wir wollen nicht vergessen!“

Auch diesmal waren wieder Verwandte der ermordeten Kinder angereist: Bella und Ytzhak Reichenbaum aus Israel (Bruder von Eduard Reichenbaum), Shifra Mor (Schwester von Bluma Mekler), Alexander Zylberberg (Angehöriger von Ruchla Zylberberg) und Marc-Alain Grumelin, ein nach dem Krieg geborener Sohn von Rose Grumelin. löv

 

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