Großalarm Die Kosten für den Einsatz an der Stadtteilschule Niendorf kommen nun den Tatverdächtigen teuer zu stehen

Großalarm nach Schülerstreich

Ernste Konsequenzen für den 14-jährigen Tatverdächtigen – Kosten von über 20 000 Euro?

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Minutenlang hallten die Martinshörner am letzten Donnerstag in den Straßen Niendorfs. Über 30 Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr düsten zur Stadtteilschule. Und das alles wegen eines Schülerstreichs.

 

Einsatzwagen aus ganz Hamburg waren in der Stadtteilschule Niendorf vor Ort, wo um 9.23 Uhr Alarm ausgelöst wurde. Schüler klagten über Atemwegsreizungen und Übelkeit. Sie wurden sofort aus dem Gebäude evakuiert und notärztlich untersucht. Aufgrund des vermuteten Chemie-Unfalls wurden Messungen durchgeführt.

Doch als kurz vor elf Uhr weitere Schüler in einem anderen Trakt über ähnliche Symptome klagten, wurde schnell die eigentliche Problemursache klar: „Es handelte sich in beiden Fällen um Missbrauch von Pfefferspray“, so Ingo Kangarlou, stellvertretender Schulleiter der Stadtteilschule Niendorf. Der mutmaßliche Verursacher des zweiten Vorfalls konnte mitsamt dem Selbstverteidigungsspray ausfindig gemacht werden und wurde von den Polizisten an die Eltern übergeben.

Die Bilanz des Schülerstreichs: 40 bis 50 Betroffene in zwei Klassen, vier Kinder mussten ins Krankenhaus, zweistündige Sperrung der Paul-Sorge-Straße an der Abbiegung Krähenweg,  25 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, sieben Streifenwagen der Polizei, der Rettungsdienst und sogar ein Gefahrengutbehälter waren vor Ort.

Das wird für den tatverdächtigen 14-Jährigen nun ernste Konsequenzen haben. „Beim Kriminalermittlungsdienst hat der Schüler zugegeben, für den zweiten Zwischenfall verantwortlich zu sein. Es wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung gestellt, denn mit 14 Jahren ist der Junge strafmündig. Und natürlich wird es auch finanzielle Forderungen hinsichtlich der Kosten von über 20 000 Euro für den Einsatz geben“, so Roberto Ziemer vom Polizeikommissariat 24 am Garstedter Weg.

Der Verursacher des ersten Vorfalls wird noch gesucht. „Doch wir sind zuversichtlich, dass wir auch das Geschehen komplett aufklären werden“, so Ziemer weiter. Er warnt alle Schüler vor solchen Dummheiten. „Es muss Schluss sein mit diesem Quatsch. Die Eltern sollten mit ihren Kindern darüber sprechen, welche fatalen Folgen eine solch unüberlegte Handlung hat.“ moe

 

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