Am und rund um den Sachsenweg verursacht das erhöhte Verkehrsaufkommen vor Unterrichtsbeginn viele Probleme und Ängste

Eltern lotsen Schüler

Am Sachsenweg in Niendorf sorgen sie für mehr Sicherheit

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Morgens um Viertel vor acht Uhr beginnt das Chaos im
Sachsenweg. Dann drängen auf dem Weg zu den dortigen Schulen Rad-, Auto- und
Mofafahrer in die kleine Straße. Elternlosten helfen jetzt dabei, das Wirrwar
zu entschärfen.

 

Die
Grundschule Sachsenweg, die Stadtteilschule Niendorf und das Gymnasium Oh
­moor liegen an der Wohnstraße
in der Tempo-30-Zone. Kurz vor Unterrichtsbeginn geht es deshalb hier und an
der Kreuzung Chaukenweg zu wie in einem Ameisenhaufen. Das erhöhte
Verkehrsaufkommen ist natürlich problematisch. Das gravierende Problem ist aber
das häufige
Missachten wichtiger
Verhaltensregeln.

„Schüler
blockieren zu dritt nebeneinander mit ihren Rä
­dern die Straße, die Rechts-vor-links-Vorfahrt
oder das Tempolimit werden nicht befolgt oder Autos halten mitten auf der
Straße, damit ihre Kinder direkt vor dem Schuleingang aussteigen können“,
bemängelt Dreifach-Mama Nicole Franz. Immer wieder war die für Kinder gefährliche
Verkehrssituation Thema in der Schule.

Es gab eine
Fragebogenaktion zu dem Problem für die Familien der Schule. Ein Workshop und
eine Verkehrsschau mit der Polizei folgten. Schließlich durchliefen 15 Eltern
eine Schulung bei der Verkehrswacht, um als Lotsen für mehr Sicherheit zu
sorgen. Seit Januar stehen die engagierten Väter und Mütter zwei bis dreimal
pro Woche
morgens auf den
Bürgersteigen, um an die
Rücksichtnahme
zu appellieren
und die Sicherheit der zu Fuß gehenden Kinder zu
stärken.

Die Elternlotsen am Sachsenweg nehmen sich trotz Berufstätigkeit Zeit und haben auch das morgendliche Familienleben um­strukturiert, um sich für die Sicherheit zu engagieren

Drei Ausstiegsstellen


Und oft
allein sorgt schon der Anblick ihrer orangenen Verkehrswacht-Westen für mehr
Sittsamkeit. „Das ist für die Fahrer wie ein Warnsignal“, sagt Lotsin Nicole
Franz. Sie und ihre Mitstreiter weisen jeden auf die festgelegten drei
Ausstiegsstellen im Emmy-Beckmann-Weg am Wassergraben, dem Parkplatz vor dem
Sportcentrum und im Sachsenweg in Richtung Vielohweg hin. Bald sollen auch
gesponserte hölzerne „Kiss & Go“-Figuren auf diese Standorte optisch
aufmerksam machen.

„Da es in
unser aller Interesse liegt, dass sich die Kinder auf ihrem Weg zur Schule wohl fühlen und
sicher ankommen, würden wir uns über noch mehr Beteiligung freuen“, appelliert
Christian Martens, Elternratsvorsitzender der Grundschule Sachsenweg.

Interessierte können sich
unter der E-Mail-Adresse elternrat@grundschule-sachsenweg.de melden. Zur
Ergänzung des Projekts wird es im Herbst einen „Zu Fuß in die
Schule“-Aktionstag geben.
moe

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