Leitet den Stadtbereich Nord-West der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg: Waltraud Meyer-Himstedt

Nachfrage ist riesig

Gute Chancen auf freie Plätze bei Blockflöte, Querflöte und Fagott

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Der Unterricht an der Staatlichen Jugendmusikschule ist sehr
beliebt. Insgesamt rund 1600 Schüler werden allein im Stadtbereich Nord-West
unterrichtet.

 

Die  große Nachfrage
ist zum einen auf den qualifizierten Unterricht durch akademisch ausgebildete
Lehrkräfte und zum anderen auf die dank städtischer Subventionen
vergleichsweise erschwinglichen Gebühren zurückzuführen. Trotz der bereits
großen Schü-lerzahl ist die Nachfrage nach Unterricht zum Teil jedoch weitaus
größer als das Angebot.

Besonders bei beliebten Instrumenten wie Klavier, Gitarre
oder Schlagzeug gibt es jahrelange Wartelisten. „Wer gerne zeitnah loslegen
möchte, sollte vielleicht darüber nachdenken, ob nicht auch ein weniger stark
frequentiertes Fach für ihn interessant sein könnte“, empfiehlt Waltraud
Meyer-Himstedt. So gebe es kurzfristig freie Plätze im Blockflötenkurs , auch
im Bereich Fagott oder Querflöte seien Kapazitäten vorhanden.

Doch schon lange bevor es mit dem Instrumentalunterricht
losgeht, können Kinder an die Musik herangeführt werden. Das Eltern-Kind-Singen
für Kinder von anderthalb bis drei Jahren ist das erste Modul, das belegt
werden kann. Danach folgen „Elementare Musikerziehung“ (4 bis 5 Jahre) und
„Instrumente und Töne“ (6 bis 7 Jahre). „Kinder, die diesen Weg beschreiten,
haben danach eine gute Vorbildung und wissen ziemlich genau, welches Instrument
sie erlernen wollen“, berichtet Meyer-Himstedt.

Kooperation

Zurzeit stehen die Staatlichen Musikschulen übrigens vor
einer großen Herausforderung: Im Rahmen der GBS (Schulen mit ganztägiger
Bildung und Betreuung mit außerschulischem Partner) und GTS (Ganztagsschulen in
schulischer Verantwortung) wollen sie künftig noch intensiver mit den Schulen
und Hortträgern kooperieren, um dort auch am Nachmittag in Gruppen
Musikunterricht anbieten zu können.

Wegen der knappen Ressourcen müssen dafür jedoch neue Wege beschritten,
Strukturen geändert und Stunden umgewandelt werden.

 

Mitmachen erwünscht

 

Wie führe ich mein Kind am besten an die Musik heran? Über
Eltern-Kind-Singen, Elementare Musikerziehung oder „Instrumente und Töne“ zum
Einstieg? Und über Blockflöte, Geige oder Gitarre im Anschluss?

 

Wer sich solche Fragen stellt, sollte den 12. April im
Kalender reservieren. An diesem Tag öffnet der Stadtbereich Nord-West der
Staatlichen Jugendmusikschule (JMS) im Burgunderweg ab 16 Uhr seine Türen und
lädt große und kleine Besucher zum Zuhören, Mitmachen und Ausprobieren ein.

Ein buntes Programm soll bei den jungen Gästen die Lust
auf‘s Singen und Musizieren wecken. In der Aula werden Schüler der JMS den
Nachmittag musikalisch gestalten. Auch das Percussion-Ensemble TAM­TAM unter
Leitung von Dirk Iwen und die JMS-Band mit Leader Karsten Glinski geben
Kostproben ihres Könnens ab.

Um 19 Uhr endet das Programm mit einem Abschlusskonzert der
Big Band unter Leitung von Sven Kagelmann. Diese Band ist eine Kooperation der
JMS mit dem Gymnasium Bondenwald.   löv

 

Tag der offenen Tür der Staatlichen Jugendmusikschule,
Freitag, 12.4., 16 bis 19 Uhr, Burgunderweg 2, Niendorf

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