Mehr Gehalt und einen Tarifvertrag fordern die angestellten Lehrkräfte der Stadt Foto: Stefan Gierlich

Ohne größere Auswirkung

Warnstreiks im öffentlichen Dienst mit 4000 Teilnehmern

Archiv| Views: 344

Weitgehend entspannte Stimmung herrschte Dienstag
vergangener Woche an den Vorschulen, obwohl in den meisten Klassen der
Unterricht ausfiel.

 

Ein Großteil der angestellten Lehrkräfte beteiligte sich an
den Warnstreiks im öffentlichen Dienst. An der Grundschule Burgunderweg waren
zwei von drei Vorschulklassen betroffen. „Die meisten Eltern waren informiert
und haben ihre Kinder wieder mit nach Hause genommen, woraus ich ihr
Verständnis für die Aktion abgeleitet habe“, berichtete Schulleiter Friedhelm
Holst. 

So wie an den Grundschulen Bindfeldweg oder Röthmoorweg gab
es an fast allen betroffenen Schulen Vertretungen oder eine Notbetreuung für
die Kinder, deren Eltern arbeiten mussten. Insgesamt legten in Hamburg rund 700
angestellte Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen vor allem von Sonder- und
Vorschulen ihre Arbeit nieder. Bestreikt wurden aber auch andere Einrichtungen,
darunter der Landesbetrieb Verkehr inklusive der Kfz-Zulassungsstelle, Bauhöfe,
die Polizei und Bezirksämter. Die insgesamt 4000 Streikenden trafen sich zu
einer gemeinsamen Kundgebung am Gewerkschaftshaus Besenbinderhof und
nachmittags zu einer Streikversammlung im Curiohaus.

Bereits seit Ende Januar fordern die Gewerkschaften Ver.di,
GEW (Erziehung und Wissenschaft), GdP (Gewerkschaft der Polizei) und der dbb
(Beamtenbund) 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Angestellten der Stadt. Zwei
Verhandlungsrunden gab es bereits, jedoch ohne Angebote seitens der
Arbeitgeber. Am 7. und 8. März findet die nächste Tarifrunde in Potsdam statt.
Sollte es dann erneut  keine Einigung
oder wenigstens eine Basis für weitere Verhandlungen geben, werden die
Streikmaßnahmen vermutlich spürbar ausgeweitet. löv

Comments are closed.