Diese Granitstelen sollen eigentlich zur Attraktivitätssteigerung der Grelckstraße beitragen

Durchgangschaos statt Idylle

Grelckstraße: Anwohner wünschen sich weniger Verkehr und mehr Geschäfte

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Zwischen Vogt-Wells-Straße und Niendorfer Straße hat sich
die Grelckstraße einen fast dörflichen Charakter bewahrt. Umbaumaßnahmen
sollten ihre Attraktivität steigern. Das Niendorfer Wochenblatt hat sich bei
Anwohnern umgehört, ob das geglückt ist.   

 

Granitstele, verzinkte Poller und sieben neue Bänke im Wert
von mehr als 20 000 Euro ließ das Bezirksamt Eimsbüttel zur
Attraktivitätssteigerung einbauen. Viele Anwohner und Geschäftsleute finden das
nicht ausreichend.

„Neue Bänke habe ich noch gar nicht bemerkt“, sagt Marina
Carstens, Inhaberin des Blumengeschäftes „Magnolia“. „Aber die vielen Poller
sind schrecklich. Leider kommen immer mehr Büroräume anstelle von kleinen
Läden. Die Grelckstraße sollte belebt werden.“ Auch Peter Otto vom Bürgerhaus
Lokstedt vermisst attraktive Geschäfte zum Bummeln, damit die gemütliche und persönliche
Atmosphäre erhalten bleibt. Beliebt ist der Wochenmarkt, der nach Ansicht der
Befragten fehlende Fisch- oder Biogeschäfte teilweise ersetzen kann.

Allgemeiner Unmut herrscht jedoch über den Verkehr. Die
Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Stundenkilometern würde deutlich
überschritten. „Das ist gefährlich. Es ist eine Frage der Zeit, bis etwas
passiert“, befürchtet Anwohner Horst Drews. Eckhart Voß von der
Straßenverkehrsbehörde sieht keinen Handlungsbedarf und verweist darauf, dass
„die verkehrsberuhigte Zone auf Appell der Geschäftsleute aufgehoben wurde“.
Für das Bezirksamt Eimsbüttel sind die Baumaßnahmen abgeschlossen und weitere
nicht in Planung. „Ernüchternd“, findet das Carsten Ovens (CDU) und plant im
März zwei Bürger-Dialoge zur Ideen-Entwicklung.  mf

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