Daumen hoch Im letzten Jahr waren es diese Mädchen und Jungen, die sich für das Gymnasium Ohmoor entschieden hatten und jetzt seit einem halben Jahr zur Klasse 5b gehören

Das beliebteste Gymnasium Hamburgs

Rekord am Ohmoor und viel positive Resonanz für die Schulen im Stadtteil

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Sie kommen aus Lurup, Stellingen oder Hummelsbüttel und
würden für die Julius-Leber-Schule und das Gymnasium Ohmoor sogar einen
extralangen Schulweg in Kauf nehmen. Es wundert also nicht, dass diese beiden
weiterführenden Schulen in Schnelsen und Niendorf Top-Plätze in Hamburgs
aktueller Anmelderunde belegen.

 

In der Statistik der vorläufigen Erhebung steht das
Gymnasium Ohmoor mit den höchsten Anmeldezahlen bei Hamburgs Gymnasien sogar
auf Platz 1. 178 Viertklässler (im Vorjahr waren es 140) möchten gern in die
fünfte Klasse am Sachsenweg eingeschult werden. „168 von ihnen können aber nur
angenommen werden und da ist die Entfernung entscheidend“, erklärt Schulleiter
Detlef Erdmann.

Er freut sich vor allem darüber, dass in immer mehr Familien
die Vernunft entscheidet „und wir deshalb in diesem Jahr nur wenig Anmeldungen
ohne gymnasiale Empfehlung haben.“ Stolz sind er und das Lehrerkollegium
darauf, dass sich die Qualität der Schule offenbar herumgesprochen hat.

„Wir sind sehr breit aufgestellt mit bilingualem Unterricht,
einer eigenen Musikschule, vielfältigen Aktivitäten im Sportbereich und
praxisnahen Initiativen und Kooperationen bei Naturwissenschaften, Technik und
Theater.“

Hier blühen Schüler auf

Eine sehr positive Außenwirkung zeichnet auch die
Julius-Leber-Schule aus, die sich mit 192 Anmeldungen Platz 2 bei den Hamburger
Stadtteilschulen mit der Altonaer Max-Brauer-Schule teilt. „Wir bekommen sehr
gute Rückmeldungen von den Eltern der jetzigen Fünftklässler. Viele berichten
davon, dass ihre Kinder bei uns regelrecht aufgeblüht sind. Das spricht sich
eben rum“, so Schulleiter Klaus Tobel.

Rund ein Dutzend der an der Schule Interessierten muss er
wohl abweisen. „Aber natürlich werden wir alle Schnelsener aufnehmen.“

So werden auch im nächsten Schuljahr wieder 23 Kinder pro
Klasse an der achtzügigen Schule unterrichtet. „Das ist eine Klassengröße, in
der sehr gut individualisiert gearbeitet werden kann und die Schüler damit auch
gut motiviert werden können“, so Tobel. „Fragen wir die Schüler, was ihnen bei
uns so gut gefällt, dann kommt neuerdings oft viel Lob für die freundlichen und
netten Lehrer.“ Klaus Tobel sieht darin den spürbaren Erfolg des hauseigenen
Leitspruchs: „Wir unterrichten nicht Fächer sondern Schüler.“

Nicht nur die beiden schulischen Top-Stars in Niendorf und
Schnelsen dürfen über ihren exzellenten Beliebtheitsgrad jubeln.

Auch ohne Platzierung ist Renate Just als Schulleiterin des
Gymnasiums Bondenwald hoch zufrieden mit der Anmelderunde.

„Wir haben uns deutlich gesteigert und zwar um zehn
Anmeldungen auf insgesamt 114“, sagt Renate Just. Kinder von 26 verschiedenen
Grundschulen hoffen auf eine Zusage für eine der vier neuen fünften Klassen.
„Das ist sicher etwas ganz Besonderes in Hamburg. Besonders stolz sind wir
darauf, dass wirklich alle Anmeldungen Erstwünsche, sich Kinder und Eltern also
wirklich gezielt unsere Schule ausgesucht haben.“

Auch an der Stadtteilschule Niendorf sind ausreichend
Anmeldungen eingegangen. „113 Schüler werden im kommenden Schuljahr fünf fünfte
Klassen bei uns füllen“, so der stellvertretende Schulleiter Ingo Kangarlou.
„Zudem werden wir in diesen wie bei den anderen Jahrgängen erfahrungsgemäß in der
siebten Klasse wieder eine zusätzliche Klasse mit Rückläufern von den Gymnasien
dazu bekommen.“

Neue Konkurrenz

Unter ihren Erwartungen geblieben ist in diesem Jahr das
Corvey Gymnasium in Lokstedt. „Zwar bekommen wir viel positives Feedback von
Eltern, doch die 78 Anmeldungen entsprechen nicht unseren bisherigen Zahlen“,
so Schulleiterin Christel Jäger. Einen Grund dafür sieht sie in dem neu
gegründeten Gymnasium Hoheluft, das seit 2012 mit im Einzugsbereich liegt.  „Wir müssen uns als Schule mit Theaterschwerpunkt
und großen Kompetenzen auf naturwissenschaftlichem Gebiet noch bekannter machen
und unsere Attraktivität verdeutlichen.“  moe

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