Gefährliche Gräben Der Aushub auf dem Gelände am Offakamp ist belastet. Das brachte das Gutachten an den Tag

Gesundheitsgefahr!

Gutachten offenbart: Bedenken der Anwohner sind berechtigt

Archiv| Views: 202

Am 25. Februar, 19.30 Uhr, findet im Corvey-Gymnasium eine
Infoveranstaltung statt, auf die viele besorgte Bürger seit Monaten warten. Es
geht um die Planungen für eine Flüchtlingsunterkunft am Offakamp in Lokstedt.

 

Entgegen aller Zusicherungen, dass bei den Vorbereitungen
für die Unterbringung der 177 Flüchtlinge im Offakamp 9b/ 11b das durch eine
ehemalige Hausmülldeponie belastete Erdreich unangetastet bleiben würde, wurden
im Dezember auf der Fläche Gräben ausgehoben.

Baustopp

Ohne die Genehmigung des Bezirksamtes hatte der Träger
„fördern und wohnen“ (f&w) das Verlegen von Leitungen veranlasst.
Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke erwirkte zwar sofort einen Baustopp, jedoch
sorgt seitdem der geöffnete Boden bei den Anwohnern für Ängste. Ein Gutachten
sollte klären, inwieweit hier von einer Gesundheitsgefährdung auszugehen ist.

Nun liegen die Ergebnisse der Untersuchung zwar vor, doch
wie Willfried Beeken (Fachamt Bauprüfung) am 11. Februar im Regionalausschuss
darlegte, ist das Gutachten vorerst nicht öffentlich. Allerdings gab er Details
preis, die vor allem eines deutlich machten: Die Nachbarn hatten Recht mit ihren
Bedenken. Nicht nur der Aushub an den Gräben ist so belastet, dass er
vorsichtig abtransportiert werden muss, auch die mit den Aufgrabungen
beauftragten Arbeiter werden untersucht und mit Schutzkleidung ausgestattet,
bevor sie sich wieder an die Arbeit machen können.

Belastetes Grün

Zudem gibt es auf dem Gelände einen Grünstreifen, der nie
versiegelt war, aufgrund der nun festgestellten Belastung aber in Kürze
abgetragen, mit einer 35 cm-Bodenschicht abgedeckt und dann eingezäunt werden
soll. Auch werden die Gebäude von Sachverständigen noch auf Risse untersucht,
um ein Austreten von Deponie-Gasen auszuschließen.

Es ist fraglich, ob mit dieser Kenntnis im Offakamp noch
guten Gewissens Menschen einquartiert werden können. Allerdings sind die Pläne
dafür schon weit gediehen und der Bezirk scheint fest entschlossen zu sein,
diese auch umzusetzen.

Rüge für f&w

Die Anwesenden zeigten sich von dem Bericht des
Fachamt-Mitarbeiters betroffen. Der Sprecher der Grünen, Dietmar Kuhlamnn,
räumte schließlich ein, dass die Ängste der Bevölkerung berechtigt waren und
rügte den anwesenden f&w-Geschäftsführer Dr. Rembert Vaerst für das
Vorgehen des Trägers in dieser Sache. sun

 

Comments are closed.