Kultur hautnah Der Philosophische Kunstsalon brachte die Schüler auch schon zur Diskussionsrunde in die Deichtorhallen

Im Dienst der Kunst

Eine Kulturagentin unterstützt die Stadtteilschule Niendorf

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Mit einem Gesamtetat von rund 20 Millionen fördern die
Stiftung Mercator und die Kulturstiftung des Bundes das Kulturagentenprogamm
für Schulen in fünf Bundesländern. Auch die Stadtteilschule Niendorf nimmt an
dem wegweisenden Projekt teil.

 

Anfang des Jahres übernahm Andreja Dominko die Arbeit von
Kulturagentin Julia Hiller, die momentan im Erziehungsurlaub ist. Dominko ist
gelernte Bildende Künstlerin und Designerin mit zehnjähriger Berufserfahrung in
der Kunstvermittlung. Sie wirkt in Niendorf sondern und betreut auch die Stadtteilschulen
in Eidelstedt und Stellingen.

„Die acht Kulturagenten in Hamburg betreuen immer ein
Netzwerk von drei Schulen“, erklärt sie. Angelegt auf vier Schuljahre bis 2015
ist es die Aufgabe der Fachfrau, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Kunst
und Kultur zu begeistern und die Schulen bei einem fächerübergreifenden Angebot
in diesem Bereich zu unterstützen. „Ich habe sozusagen eine Mittlerfunktion
zwischen den Schulen, Künstlern und Kultureinrichtungen“, so Andreja Dominko.
Neben dem Aufbau von Kooperationen und der Prozessbegleitung vor Ort trifft
sich die Kulturagentin in Niendorf auch regelmäßig  mit der Kulturgruppe der Stadtteilschule und
pflegt natürlich Kontakt zu allen beteiligten Lehrern.

„Momentan haben wir vier interessante Projekte auf die Beine
gestellt“, so Dominko. Da wäre zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Jungen
Literaturhaus Hamburg der „Philosophische Kunstsalon“, wo Schüler über Kunst,
Wahrnehmung oder Wahrheit diskutieren. Ein anderes wichtiges Ziel ist die
Weiterentwicklung und Stärkung des Schulorchesters. Dabei wurden die rund 20
Mädchen und Jungen bei einem Probenwochenende von drei Musikern des Jungen
Orchesters Hamburg (JOH) unterstützt. Und auch bei den wöchentlichen Proben
steht der 1. Violonist des JOH den Nachwuchstalenten als Lehrer zur Seite.

Damit nun auch Niendorf erleben darf, womit sich die Schüler
beschäftigen und welche Bedeutung Kunst und Kultur in der Stadtteilschule ge­wonnen
hat, ist bald ein Kulturtag geplant, bei dem sich  die Projekte des Modellprogramms der
Öffentlichkeit präsentieren. moe

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