Treffen der Vorleserinnen und Vorleser im Haus der Kirche. Es gab Klönschnack und Erfahrungsaustausch. Mit dabei: Karl-Heinz Rosin (auf der Treppe mitte/rechts)

Vorlesen für Kinder

Karl-Heinz Rosin las einen Aufruf im Wochenblatt

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Im Berufsleben arbeitete Karl-Heinz Rosin als Volkswirt für den NDR. Jetzt, im Ruhestand, ist er begeisterter ehrenamtlicher Vorleser. Sein Hobby fand er durch einen Wochenblatt-Bericht.

 

Ein Mal pro Woche geht er – wie mehrere Dutzend anderer Ehrenamtlicher aus Niendorf, Lokstedt und Schnelsen – in eine Grundschule, um den Kindern in der ersten und zweiten Klasse vorzulesen. Im Januar trafen sich viele der Ehrenamtlichen beim Freiwilligen-Forum, um ihre Erfahrungen auszutauschen.

Sie alle wollen die Kinder in Schulen und Kitas für Bücher begeistern. Daneben gibt es auch noch Vorleser für Altenheime. Damit das Lesevergnügen fürs Publikum rund wird, kann man bei einer Schauspielerin Unterricht nehmen, zum Beispiel in Atemtechnik.

Karl-Heinz Rosin (72) hatte schon vorher geübt: zwei Nachbarskinder waren seine begeis­terten Zuhörer. Nun geht er immer nach Eidelstedt in die Grundschule Heidacker. Hinter den Einsätzen steckt die betrübliche Tatsache, dass immer weniger Eltern ihren Sprösslingen zu Hause vorlesen.

Noch Vorleser gesucht

„CDs und Radio sind kein gleichwertiger Ersatz“, weiß Karl-Heinz Rosin, der den Kontakt mit seinem Lesepublikum sehr schätzt: „Ohne eigene Enkel lebt man sonst nur in seiner eigenen Generation.“ Gern erzählt der Niendorfer auch von wissenschaftlichen Studien, die bewiesen haben, dass sich bei Kindern, denen vorgelesen wird, die schulischen  Leis­tungen verbessern. Gelesen wird immer für eine halbe Klasse, während die andere Hälfte bei der Klassenlehrerin bleibt. Nach 25 Minuten werden die Gruppen getauscht. Karl-Heinz Rosin liest am liebsten Märchen oder Geschichten von Kipling und Paul Maar. Neue Vorleser werden immer noch gesucht. Kontakt be-kommt man über das Freiwilligen-Forum, Tel. 23 89 81 56.        bk 

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