Dankbar für die Unterstützung von Wilhelm Wieben (Plakat) sind die beiden Stadtteil-Koordinatorinnen Susanne Lehmann (li.) und Sabine Scharp-Hilcken (re.)

Alt, aber nicht allein

„Augen auf!“ heißt ein erfolgreiches Pilotprojekt in Lokstedt

Archiv| Views: 237

Wilhelm
Wieben: „Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit für alte Menschen, die in prekären
Verhältnissen leben.“ Mit diesen Worten gab der geschätzte Tagesschausprecher
im November 2010 den Anstoß für die mit Hilfe von Spenden finanzierte „Aktion
Augen auf! Mehr Aufmerksamkeit für ein Altern in Würde“ der AWO Stiftung Aktiv
für Hamburg.

 

Gut zwei
Jahre nach dem Start des Projekts zogen Susanne Lehmann und Sabine
Scharp-Hilcken im Aktions-Büro im Lenzweg 24 eine positive Bilanz: Bis dato
nutzten rund 115 Menschen in Lokstedt, Stellingen und Eimsbüttel die kostenlose
Beratung der Stadtteilkoordinatorinnen und erfuhren mit Hilfe ihrer vielfältigen
Angebote eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensumstände.


Individuelle
Hilfen


Die
Beratung und die Angebote orientieren sich immer am persönlichen Bedarf. „Es
sind die einsamen, älteren und einkommensschwachen Menschen, um die es uns
geht“, betont Susanne Lehmann. Viele sind auf Grundsicherung angewiesen oder
liegen nur knapp drüber und brauchen daher besonders in den finanziellen
Belangen Hilfe. Sabine Scharp-Hilcken: „Manchmal reicht es schon, gemeinsam mit
den Betroffenen die Post zu sichten, den Haushalt neu zu ordnen, Wohngeld oder
auch eine Pflegestufe zu beantragen. In schwereren Fällen können wir zudem
Hilfen organisieren, mit denen der Alltag leichter bewältigt werden kann.“

Um zu
wissen, wo sie ihre Hilfe anbieten können, sind die beiden Koordinatorinnen auf
Infos aus dem Umfeld der Betroffenen angewiesen. Daher richtet sich der Appell
„Augen auf!“ an Nachbarn, Ärzte, Apotheker, aber auch an Postboten und
Handwerker, wenn diese in der Begegnung mit den Menschen feststellen, dass dort
nicht alles mehr so rund läuft wie früher: „Oft sind eine Krankheit oder der
Verlust des Partners solche Wendepunkte im Leben, in denen kleine Hilfen von
außen viel bewirken können.“


Großen
Anteil am Erfolg der Aktion hat der kostenlose Besuchsdienst, der mit seinen
ehrenamtlichen Helfer dazu beiträgt, dass Probleme wie Isolation, Verwahrlosung
und Unterernährung gar nicht erst entstehen. Ihre Arbeit wird das Niendorfer
Wochenblatt in Kürze ausführlich vorstellen.

Infos gibt
es unter der Servicenummer 0800 284 36 28 und im Internet auf der Seite
www.aktionaugenauf.de  sun

  

Aktion
Augen auf!

 

Kostenlose
Servicenummer: 
0800 28 436
28, Sprechstunde: jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr in Lokstedt, Stadtteilbüro
Lenzweg 24

Spenden:
AWO Stiftung Aktiv für Hamburg, HASPA BLZ 200 505 50, Kto. 1280 150 465,
Verwendungszweck: Aktion Augen auf!

Comments are closed.