Vivian Prieß (16) und Jana Jedamzik (18) aus Schnelsen

Wünsch dir was!

Wie sollen sich Niendorf, Lokstedt und Schnelsen 2013 entwickeln?

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Das neue Jahr hat gerade begonnen und die damit verbundenen
Hoffnungen und Wünsche sind noch frisch. Grund für unsere Redakteurinnen
Daniela Lövenich und Carola von Steinkeller einmal nachzufragen, welche
Erwartungen die Niendorfer, Lokstedter und Schnelsener an die Entwicklung in
ihrem jeweiligen Stadtteil haben.

 

Schnelsen: Eine Bankfiliale für Burgwedel

 

Vivian Prieß (16) und Jana Jedamzik (18) aus Schnelsen:
Schnelsen ist zwar kein Szene-Stadtteil, aber wir wohnen gerne hier. Allerdings
fahren wir zum Ausgehen auf den Kiez und zum Shoppen in die Stadt oder zum
Tibarg, denn hier gibt es nichts für junge Leute. Auch der nächste Mc Donald’s
ist uns zu weit weg. Die Verkehrsanbindung ist okay, allerdings könnte die
Buslinie 195 von Garstedt nach Pinneberg gerne häufiger fahren. Sonntags fährt
sie nur alle zwei Stunden. Das ist blöd, wenn wir Freunde in Rellingen besuchen
wollen.

 

Franz Grünbeck (59) aus Burgwedel: Schnelsen ist ein
lebenswerter Stadtteil! Aktuell stört mich aber der Leerstand mitten auf der Frohmestraße.
Für die alte Budni-Filiale und die Gewerbefläche im Neubau daneben müssten bald
passende Mieter gefunden werden. Aber bitte keine Back-Shops, davon gibt es
genug! Am Roman-Zeller-Platz vermisse ich ein Café und eine Sparkasse. Auch
kulturell könnte in Schnelsen mehr los sein. Ab und zu mal ein interessantes
Konzert wäre nicht schlecht.

 

Jessica Aichele (33) mit Söhnchen Tyler (3) aus Burgwedel:
Schnelsen ist ein familienfreundlicher Stadtteil, für den ich mich vor drei
Jahren entschieden habe. Schade ist, dass der Roman-Zeller-Platz so wenig
belebt ist. Hier fehlt mir eine Bank-Filiale. Auch ein Kino in der Nähe wäre
nicht schlecht. Für 2013 wünsche ich mir, dass das Spielhaus Surcis Goldinger
nicht schließen muss. Dort geht mein größerer Sohn ganz gerne hin. Auch der
Spielplatz davor soll wohl abgerissen werden. Das würde ich echt bedauern!

 

Lokstedt: Parkplätze sind Mangelware

 

Maike Peters (23) und Stefan Aßmann (27) Da in Lokstedt in
letzter Zeit so viel gebaut wurde, wünschen wir uns, dass  auch mehr Parkplätze entstehen. In der
Grelckstraße ist es dafür besonders eng – und für einen Tiefgaragenplatz werden
rund 70 Euro verlangt. Schön wäre auch ein weiteres Café in Lokstedt und das
Gastronomie-Angebot könnte verbessert werden. Insgesamt leben wir sehr gerne
hier. Seit wir nach Lokstedt gezogen sind, zieht es uns kaum noch in die
Innenstadt, zum Einkaufen gehen wir gerne nach Niendorf.

 

Anja Tramm (53): Ich wünsche mir hier mehr
Hundefreundlichkeit und weitere Flächen, auf denen die Tiere frei laufen
können. Oft gibt es große Wiesen, auf denen sich selbst im Sommer niemand hinlegt und herumtollende Hunde niemanden
stören würden. Dem Stadtteil wünsche ich außerdem, dass aufgehört wird zu
bauen. Lokstedt war früher ein relativ ruhiger Stadtteil, jetzt gibt es durch
die vielen neuen Wohnungen auch immer mehr Verkehr.

 

Nicole Boller (30) mit ihren Kinder Lennart (10), Maik (9),
Tim (5) und Hund Betty:
Lokstedt ist ein super Stadtteil, besonders für die
Kinder. Ich bin selber hier aufgewachsen und lebe jetzt sehr gerne wieder hier
mit meiner Familie. Für die Kinder gibt es so viele Angebote: Schöne
Grünflächen, tolle Spielplätze, den Tierpark 
Hagenbeck und vielseitige Sportangebote. Auch mit der Schule und dem Kindergarten
sind wir sehr glücklich. Daher lautet unser Wunsch für 2013, dass alles so
bleibt, wie es ist!

 

Niendorf: Weg mit dem glatten Pflaster 

Britta Wullbrand (58) mit Enkel Niclas (6)

Britta Wullbrand (58) mit Enkel Niclas (6): Ich habe für den
Stadtteil Niendorf nur einen Wunsch: Dass das glatte Pflaster hier auf dem
Tibarg mit seinen eingelassenen Steinen durch ein anderes ersetzt wird. Für
ältere Leute ist es bei Regen oder Glätte kaum zu bewältigen. Derjenige, der
die Pflasterung ausgesucht hat, sollte mal selber versuchen, hier mit dem
Rollator entlang zu gehen. Dann kann er sehen, womit zum Beispiel meine betagte
Mutter immer zu kämpfen hat.

 

Jacqueline Berd (20): Ich bin hier in Niendorf eigentlich
sehr zufrieden, aber besonders für Kinder und Jugendliche  wären mehr Angebote schön, zum Beispiel zum
Töpfern und Basteln. Auf dem Tibarg gibt es außerdem zu wenig Klamotten-Läden
für Jugendliche, das Angebot hier ist doch mehr für die Älteren geeignet.

 

Eurico Pinto (43): Ich lebe mit meiner Frau und Tochter seit
sechs Jahren in Niendorf. Hier haben wir alles, was wir brauchen und auch für
meine Tochter gibt es viele Freizeitmöglichkeiten, sogar ein Schwimmbad.
Niendorf ist schön ruhig und das ist viel wert. Daher wünsche ich dem Stadtteil
einfach, dass er so bleibt wie er ist.

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