Der Bodenaushub ist abgedeckt, damit sich die vielleicht belasteten Staub- und Sandpartikel nicht verteilen. Die offenen Gräben sind zurzeit jedoch Wind und Wetter ausgesetzt

Warten auf Ergebnisse

Am zukünftigen Flüchtlingsheim Offakamp ruhen die Tiefbauarbeiten

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Nach der Aufregung um die ungenehmigten Erdarbeiten im Offakamp ist durch den Baustopp erst einmal Ruhe auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs eingekehrt.

 

Um dort so schnell wie möglich Zuwanderer und wohnungslose Menschen unterbringen zu können, hatte der von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) mit der Flüchtlingsunterbringung beauftragte Träger „fördern & wohnen“ Mitte Dezember aus Zeitgründen ohne eine entsprechende Genehmigung die Asphaltfläche aufgerissen, um Leitungen zu verlegen. Eine solche Maßnahme war von Behördenseite zuvor noch ausgeschlossen worden, da das Erdreich einem Gutachten zufolge als kontaminiert gilt. Unter dem Gelände liegt eine bis 1929 betriebene Hausmülldeponie. Inzwischen hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) Bodenproben entnommen, deren Ergebnisse abgewartet werden. „Solange sich die BSU nicht zur Umweltverträglichkeit geäußert hat, wird das Bezirksamt nicht über den Genehmigungsantrag entscheiden“, erklärte Pressesprecher Stephan Glunz.

Die Aushubberge wurden nach dem von Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke verhängten Baustopp mit Planen abgedeckt. Allerdings liegen die etwa zwei Meter tiefen Gräben zurzeit frei. „Ich verstehe das nicht“, wundert sich Anwohner Freigang Müller. „Es hat doch so viel geregnet in letzter Zeit.  Das ganze Wasser wird ins Erdreich gespült!“

Die nicht genehmigungspflichtigen Vorbereitungen wie Elektroarbeiten und Kücheninstallationen wurden indes weiter vorangetrieben. Sollte das Bezirksamt aufgrund einer möglichen Umwelt- und Gesundheitsgefährdung womöglich keine Genehmigung erteilen, hätte „fördern & wohnen“ alle vorbereitenden Maßnahmen auf eigenes Risiko umsonst getroffen. löv

 

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