Abgeschlossen und Gras und Moos auf den Platten: Schnelsen-Süd erinnert schon an stillgelegte Provinzbahnhöfe

Wann kommt endlich Schnelsen-Süd?

Bahnsteighöhe steht immer noch nicht fest, denn es kommt darauf an, wie die Züge betrieben werden

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„Zehn Jahre kein Bahnhof“ – dieses traurige Jubiläum kann
Schnelsen-Süd 2013 begehen. Zurzeit trägt die Schuld am Stillstand eine
Kosten-Nutzen-Analyse zum Thema „Elektrifizierung der Linie A 1“.

 

Das Ergebnis der Analyse, die von der
Landesverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben wurde, sollte
eigentlich schon im Dezember vorliegen und wird jetzt für Januar erwartet. Erst
danach soll entschieden werden, wie hoch der Mittelbahnsteig Schnelsen-Süd,
dessen Zuwegungen vor zehn Jahren gebaut wurden, werden soll.

Beim Vorsitzenden des Verkehrsausschusses in der
Bürgerschaft erfuhr das Wochenblatt Details zum Thema „Bahnhof Schnelsen-Süd“.
Ole Thorben Buschhüter (SPD) erklärte, dass zuerst die Frage beantwortet werden
muss, welche Art von Fahrzeugen in Zukunft auf der Linie der heutigen A 1
verkehrt.

Wenn es bei Dieseltriebzügen bleibt, dann wird der
Mittelbahnsteig auf eine Höhe von 76 Zentimeter gebracht. Sollte aber ein
Systemwechsel hin zu elektrischen S-Bahnzügen geplant werden, dann wäre eine
Höhe von 96 Zentimetern erforderlich.

Das nachträgliche Höherlegen eines Mittelbahnsteiges kostet
rund 300 000 Euro – eine Ausgabe, die auf jeden Fall vermieden werden soll.
Buschhüter zum Wochenblatt: „Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn man schon
jetzt einen Bahnsteig baut, der sich schon bald als zu niedrig erweist.“ bk

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