Neue Hilfsaktion der Herzbrücke

Sieben herzkranke Kinder aus Afghanistan eingeflogen – Albertinen Stiftung finanziert Aktion über Spenden

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Sieben kleinen Patienten – fünf Mädchen und zwei Jungen –
kamen direkt vor den Weihnachtsfeiertagen über die „Herzbrücke“ der
Albertinen-Stiftung für lebensrettende Operationen nach Hamburg.

 

Für die schwer herzkranken Kinder ist es die einzige Chance zu
überleben. Kardiologen und Herzchirurgen aus dem Albertinen-Krankenhaus und aus
dem Universitären Herzzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
werden die Kinder in den kommenden Wochen behandeln.

Nur durch Spenden

Die Familien der sieben Herzbrücke-Kinder leben in ärmsten
Verhältnissen in den Provinzen Nangarhar, Baglan, Logar und Kabul. Die
Finanzierung einer Herz-Operation wäre ohne fremde Hilfe für sie unmöglich. Die
Kosten der Herzbrücke – zwischen 5 000 und 25 000 Euro pro Kind – finanziert
die Albertinen-Stiftung über Spenden.

Die medizinische Leitung des Herzbrücke-Teams liegt bei
Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Herzchirurgie im
Albertinen-Krankenhaus und Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums. Bei
der Organisation der Herzbrücke arbeitet die Albertinen Stiftung mit dem
Düsseldorfer Verein AMYAL zusammen, der in Afghanistan auch die Ausbildung von
Kindern und Jugendlichen aus armen Familien langfristig begleitet und fördert.
„Wir freuen uns“, so Professor Rieß, „dass wir mit AMYAL einen Partner haben,
der im Land als NGO anerkannt ist und dessen Mitarbeiter Kontakt zu den
Familien und zur deutschen Botschaft halten.“

Die einzige Chance

Bei der Auswahl der Herzbrücke-Kinder arbeiten Ärzte in
Afghanistan und in Deutschland eng zusammen. Die Kinder waren bereits vor
Monaten von Professor Rieß in Zusammenarbeit mit Dr. Alkozai, einem
Kinderkardiologen aus Kabul, als besonders dringliche Fälle ausgewählt worden.
Rieß: „Wir wissen, dass wir nicht allen Kindern in Afghanistan helfen können.
Darum fällt die Auswahl jedes Mal besonders schwer. Denn allen – auch den
Eltern in Afghanistan – ist klar, dass die Behandlung in Hamburg für die Kinder
die einzige Chance ist.“

An der präoperativen Diagnostik engagieren sich für die
Albertinen-Stiftung in bewährter Weise auch niedergelassene Ärzte sowie
Mediziner aus anderen Kliniken ehrenamtlich. Die Vormundschaften für die Kinder
und Jugendlichen übernimmt wie bereits bei den letzten Hilfsaktionen der
Hamburger Diakonieverein Vormundschaften und Betreuungen. Ziel ist es, die
Kinder innerhalb von drei Monaten wieder gesund in ihre Heimat zu ihren Eltern
zurückzubringen. cvs

 

Die Herzbrücke

Das Projekt Herzbrücke ermöglicht Kindern armer Familien aus
Krisen- und Kriegsgebieten eine lebensrettende Operation an Hamburger
Krankenhäusern. Afghanische und deutsche Gastfamilien betreuen die
Herzbrücke-Kinder während ihres Aufenthaltes. Seit 2005 wurden so 94 Kinder
erfolgreich behandelt. Zur Finanzierung der Behandlungskosten bittet die
Albertinen-Stiftung um Spenden für die Herzbrücke (Spendenkonto:
Albertinen-Stiftung Herzbrücke, Kto-Nr. 1144, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ
251 20 510).

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