Erkannt und nun auch „ipsa lege“ (Erklärung siehe Text) geschützt: die Feuerwache in Lokstedt

Endlich geschützt

Hamburg hat die Gleichstellung aller Denkmäler beschlossen

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Aktuell gibt es etwa 4900 er­kannte Denkmäler in Hamburg,
doch nur 1900 stehen auch in der Denkmalliste und sind so rechtskräftig
geschützt. Das „Ipsa-Lege-System“ soll nun alle Denkmäler gleichstellen.

 

Bisher gab es in Hamburg zwei Listen. Das „Verzeichnis der
erkannten Denkmäler“ enthielt sämtliche Denkmäler der Stadt: die rechtskräftig
geschützten ebenso wie die bis dato nur als „schutzwürdig erkannten“ Objekte.
Daneben wurden alle Denkmäler, die das förmliche Verfahren zur
Unterschutz-Stellung durchlaufen haben, in der „Denkmalliste“ geführt. Künftig
soll es nur noch ein Verzeichnis geben.

Gleichgestellt

Mit Einführung des Ipsa-Lege-Systems ist alles, was nach den
gesetzlichen Kriterien als Denkmal „erkannt“ wurde, automatisch „durch das
Gesetz selbst“ geschützt, ohne jede Bürokratie. Die bisherige Unterscheidung
„geschützt“ und „erkannt“ entfällt damit.

Ansonsten bringt das Gesetz aber keine wesentlichen Veränderungen
mit sich. Ipsa-Lege hat das Ziel, für alle Beteiligten eine größere
Rechtssicherheit zu schaffen und soll alle Eigentümer in ihren steuerlichen
Abschreibungsmöglichkeiten gleichstellen.

Zu den bisher nur „erkannten“ Denkmälern zählten übrigens
auch das Straßenbahndepot in der Alten Kollaustraße, die Schulen Bindfeldweg,
Hinter der Lieth, Frohmestraße, die kirchlichen Gebäude St. Ansgar und Bei der
Lutherbuche und die Lokstedter Feuerwache. Sie sind nun mit allen geschützten
Denkmälern gleichgestellt. sun

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