Peter-Timm-Straße in Schnelsen: hier wurde jetzt das Gitter durch Schranken ersetzt, um die Sicherheit zu erhöhen

Leichtsinn und Lebensgefahr

AKN-Eisenbahn sorgt sich um die Verkehrssicherheit an Bahnübergängen

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Wenn man die Aufnahmen aus den Kameras an den
AKN-Bahnübergängen sieht, stockt einem der Atem: Immer wieder bringen sich hier
Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in Lebensgefahr.

 

Auf einem Video sieht man einen jungen Mann, der die
Schranke und danach die Schienen überspringt. Der hereinfahrende Zug erfasst
ihn trotz Bremsung noch am Fuß und reißt ihm den Schuh weg. Monika Busch,
AKN-Pressesprecherin: „Ein Schienenfahrzeug mit Tempo 100 braucht 700 Meter zum
Bremsen!“ Deshalb sind die Strafen im Bußgeldkatalog bewusst hoch angesetzt.
Wer die Schranken umkurvt und erwischt wird, zahlt 700 Euro, bekommt vier
Punkte und muss den Führerschein für drei Monate abgeben. Radfahrer und
Fußgänger zahlen 350 Euro und bekommen ebenfalls vier Punkte in der
Sünderkartei.

Um die Sicherheit zu erhöhen, wurde jetzt auch in der
Peter-Timm-Straße das Gitter, die so genannte „Umlaufsperre“, durch Schranken
ersetzt. Wegen des zweigleisigen Ausbaus hat sich dort ein verlängerter Weg zur
Überquerung der Gleise ergeben, deshalb wurden dort die Schranken Pflicht.

Mit mulmigem Gefühl überqueren die Lokführer besonders die
Holsteiner Chaussee. Hier konnte sich vor kurzem ein älteres Ehepaar, das die
Schranken umlaufen hatte, nur knapp vor einem fahrenden Zug retten. Ende
November kam es hier zu regelrechten „Massenwanderungen“, weshalb jetzt die
Polizei öfter mal vorbeikommt. Und damit niemand mehr über die Schienen
latscht, wurde ein Zaun zwischen die Gleise gesetzt.

Die AKN appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich an den
Bahnübergängen vernünftig zu verhalten. Monika Busch: „Wir hoffen sehr, dass
die Menschen verstehen, dass Bahnübergänge einzig und allein zu ihrer
Sicherheit gebaut werden. Jeder Unfall ist einer zu viel.“ bk

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