Amsinck-Villa Mit 150000 Euro soll versucht werden, den weiteren Verfall zu stoppen

Geld für Sanierung

Regionalausschuss hofft auf die Unterstützung der Bezirksversammlung

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Wie geht es weiter mit der Amsinckvilla? Mit einem interfraktionellen Antrag möchte der Regionalausschuss Lokstedt endlich Bewegung in die Sache bringen.

 

Die neoklassizistische Villa wurde 1868 vom bekannten Architekten Martin Haller als Sommerresidenz für den Hamburger Kaufmann Wilhelm Amsinck errichtet. Sie befindet sich in dem 5,9 Hektar großen Amsinck-Park, der als Landschaftsgarten im englischen Stil 1868–1870 vom Gartenbauingenieur Friedrich Joachim Christian Jürgens angelegt wurde. 1956 erwarb die Stadt den Park und machte ihn der Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1993 stehen Park und Villa unter Denkmalschutz.

Seit Jahren kämpft die Kommunalpolitik für eine stadtteilverträgliche Nutzung und gegen den Verfall der Villa, ‑ bisher ohne Erfolg: Zwei von der Finanzbehörde favorisierte Höchstbieter entpuppten sich im Nachhinein als ungeeignet und als mit der Rudolf-Ballin-Stiftung im April endlich ein geeigneter Nutzer gefunden schien, war der Sanierungsbedarf auf rund 2,8 Millionen Euro gewachsen.  Eine Kostenlücke in Höhe von einer Million machte die Pläne der Stiftung damit erst einmal zunichte.

Um durch langwierige Prozesse den Sanierungsstau nicht weiter anwachsen zu lassen, strebt der Regionalausschuss nun einen Beschluss der Be­zirksversammlung (BV) an: Bis zum 30. Juni 2013 sollen für die Sanierung der Villa 150 000 Eu­ro investive Mittel reserviert werden.

Bedingung ist, dass geprüft wird, ob mit  Hilfe von Landesmitteln zur Deckung der Kostenlücke beigetragen werden kann und eine Förderung der Sanierung aus Bundesmitteln oder aus dem Denkmalschutz möglich ist.

„Wir haben die Hoffnung, dass es ein Finanzierungsmodell gibt, mit dem die Amsinck-Villa saniert werden kann und wir hier ein Nutzungskonzept realisieren können“, fasst Marc Schemmel (SPD Niendorf) die an den Antrag geknüpften Hoffnungen zusammen. sun

 

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