Auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs sollen bis zu 177 Menschen unterkommen

Flüchtlinge in den Offakamp

Platz für 177 Zuwanderer und wohnungslose Menschen

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Das Gelände des ehemaligen Recyclinghofs Offakamp soll vorübergehend zur Unterkunft für Flüchtlinge werden. Für die Dauer von voraussichtlich zwei Jahren will die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) dort eine Gemeinschaftsunterkunft für insgesamt 177 Zuwanderer und Obdachlose errichten.

 

Hintergrund ist die sprunghaft gestiegene Zahl an Asylsuchenden und der aktuell starke Zustrom von Menschen aus osteuropäischen Ländern wie Rumänien und Bulgarien. Bis zum Frühjahr 2013 muss jeder Hamburger Bezirk seine Kapazitäten für die Unterbringung der betroffenen Menschen entweder im Bereich der Zentralen Erstaufnahme oder im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Unterbringung ausweiten.

Auf der Suche nach schnell umsetzbaren Lösungen erwies sich das derzeit ungenutzte Gelände Offakamp 9b-11b als geeigneter Standort. Dort stehen drei beheizbare Gebäude zur Verfügung, in denen nach Einschätzung der BASFI die für eine Gemeinschaftsunterkunft notwendigen Einrichtungen ohne großen Aufwand installiert werden können.

In der ehemaligen Möbelhalle (Foto li.) sollen auf 500 qm bis zu sechs Wohnwagen mit jeweils drei Plätzen aufgestellt werden

Die Bezirksversammlung wird die Beschlussvorlage auf ihrer Sitzung am 13. Dezember voraussichtlich formal genehmigen und ihre Möglichkeit zur Stellungnahme nutzen. Ihre Positionen fließen zwar in den Abwägungsprozess der BASFI ein, doch letztlich trifft die Behörde die endgültige Entscheidung über die Zwischennutzung des Areals. Die Bewohner der angrenzenden Straßen erhalten in Kürze ein Schreiben, in dem sie über das Vorhaben und mögliche bauliche Veränderungen informiert werden.

„Mit der Nutzung des Geländes am Offakamp kann der Bezirk Eimsbüttel einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die aktuelle Notlage bei den Unterbringungsmöglichkeiten zu mildern und die humanitäre Situation der betroffenen Menschen in unserer Stadt zu verbessern“, so Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke. löv

 

Mögliche Nutzung des Areals:

 

Gebäude 1 (ehemaliges Sozialgebäude): 20 Plätze + Sanitäranlagen, Verwaltung und Gemeinschaftsküchen

Gebäude 3 (ehem. Möbelhalle): 18 Plätze in sechs Wohnwagen + Gemeinschaftsküche, Aufenthaltsräume, Sanitäranlagen

Gebäude 6 (ehem. Wohn- und Fahrdienst): 11 Plätze

Freifläche: 128 Plätze in vier zweigeschossigen Containern à 32 Plätze

Spielfläche für Kinder           

 

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