Nur bedingt dicke Luft in Hamburg?

Stickstoffdioxid ist das größte Problem

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Im Jahr 2004 wurde für Hamburg ein
Luftreinhalteplan veröffentlicht, der nun seine erste Fortschreibung erfahren
soll.

 

Der Luftreinhalteplan enthält
Infos zum Luftmessnetz, zur aktuellen Luftqualität, zu den Verursachern und zur
Verkehrsentwicklung. Der Folgeentwurf geht davon aus, dass in Hamburg fast
überall die gesetzlichen Anforderungen an die Luftqualität erfüllt werden.
Ausgenommen sind die Feinstaub-Emissionen (PM10), de­ren Grenzwerte 2011 nicht
dauerhaft eingehalten wurden, und Stickstoffdioxid (NO2): Der
Jahresmittelgrenzwert von 40 µg/m3 (siehe Kasten) wird seit 2002 oft
überschritten. Das war damals auch einer der Gründe für die Erstellung des
ersten Luftreinhalteplans.

Und bei uns?

Insgesamt gibt es in Hamburg zwölf
Luftmessstationen, doch keine davon misst aktuell die Luft in unseren
Stadtteilen. Das war mal anders: Von 1984 bis 1998 stellte in Lokstedt auf dem
Gelände der Feuerwehr eine Station die städtische Hintergrundbelastung fest.
„Die Schadstoffkonzentration nahm an dieser Stelle im Laufe der Jahre ab und so
wurde die Station an anderen Standorten eingesetzt. Die Grenzwerte wurden in
Lokstedt nie überschritten“, betont Kerstin Graupner, Behörde für
Stadtentwicklung und Umwelt.

Mobile Messung 2007

Zusätzlich gibt es mobile
Messstationen. Zwei standen jeweils für ein Jahr am Siemersplatz (1993/94) und
am Krohnstiegtunnel (1995/96). Zuletzt wurden von 2005 bis 2007 mit einem
Messwagen in Niendorf-Nord (Swebenweg) und Schnelsen stichprobenartig Messungen
über jeweils eine halbe Stunde durchgeführt.

Die nächstgelegenen Stationen
befinden sich derzeit in der Kieler Straße, am Flughafen und im Bereich
Sternschanze. Die aktuellen Messwerte sind unter www.hamburger-luft.de
nachzulesen, weitere Infos können dem Luftreinhalteplan
www.hamburg.de/luftreinhaltung entnommen werden. sun

Stickstoffdioxid

 

wird durch Verbrennungsprozesse
erzeugt. Verursacher sind der Schiffs-, Flug- und Straßenverkehr sowie
industrielle Prozesse, Kraftwerke und der Hausbrand (Verfeuerung von
Brennstoffen im Haushalt). NO2 ist sehr giftig und wird in geringen
Konzentrationen kaum wahrgenommen. Eingeatmet kann es Kopfschmerzen auslösen
und Schwindel, in einer höheren Konzentration auch Atemnot und Lungenödeme.
Wird NO2 in Konzentrationen von 40-100 µg/m3 längere Zeit eingeatmet, drohen
Gesundheitsschäden.

 

Die Messstandorte

 

Altona Elbhang, Blankenese,
Billstedt, Billbrook, Billwerder, Bramfeld, Finkenwerder, Flughafen-Nord,
Habichtstraße, Kieler Straße, Marckmannstraße, Max-Brauer-Allee, Neugraben,
Sternschanze, Stresemannstraße, Tatenberg, Veddel, Wilhelmsburg,
Willy-Brandt-Straße

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