Ein Traum in Grün

Pläne für den Autobahndeckel in Schnelsen vorgestellt

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Im Regionalausschuss Lokstedt stellte der Berliner Architekt Jörg Michel Pläne für die Begrünung des Autobahn-Deckels in Schnelsen vor.

 

Die Vision macht Lust auf die Zukunft: Sattes Grün, Lauben und ein Dorfplatz an exakt der Stelle der Frohmestraße, wo man jetzt auf der Brücke stehend sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Dort sieht der Plan auf dem Deckel über der A7 eine ruhige Promenade mit Spaziergängern vor, Familien beim Picknick, Senioren beim Boule und Kinder mit Frisbee-Scheiben.

Sogar eine nackte Schöne beim Frühstück im Grünen durfte auf den Bildern nicht fehlen, wobei die amüsierte Reaktion der Politiker keine Zweifel daran ließ, dass diese Vision des Berliners in Schnelsen kaum eine Chance hat.

Idylle pur war das, was Jörg Michel dem Ausschuss zeigen konnte, doch die gibt‘s nicht umsonst, wie Thomas Pröwrock betonte. Der Leiter Fachamt Management des öffentlichen Raumes war ein bisschen die Spaßbremse des Abends, denn er machte deutlich, dass der Park auf Ausgleichsmaßnahmen für Kleingärten basiert, die anderenorts weichen müssen. 41 Parzellen sollen es werden – und keine einzige weniger.

Marktplatz Frohmestraße Über Stufen geht es auf den Deckel

Das nämlich war der aus den Fraktionen geäußerte Wunsch, die seit Beginn der Planungen darauf drängen, im Bereich der Brücke Frohmestraße auch Parkplätze zu schaffen, um das Zentrum zu entlasten. Da könne man doch wohl auf ein paar Parzellen verzichten?

„Keine Chance“, so Pröwrock, der den Blick stattdessen auf positive Aspekte gerichtet sehen wollte: „Das Bauwerk greift kaum spürbar in die Topographie ein, die Lauben fügen sich in die Landschaft ein und es gibt barrierefreie Zugänge.“ Der Deckel sei die einmalige Chance, Schnelsen wieder zusammenzuführen und eine grüne Mitte zu schaffen. 

Dem widersprach auch niemand, dennoch seien die nicht berücksichtigten Parkplätze ein klares Manko, so Jan Ohmer (SPD). sun

 

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