Paradies für Sportler

Sportstätten in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen im Überblick

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Von der Kletterhalle, über die Baseballanlage, bis zum Minigolfplatz. Die Stadtteile Lokstedt, Schnelsen und Niendorf bieten zahlreiche Sportstätten. Die größten und interessantesten wird das Wochenblatt in einer Serie vorstellen.

 

Vor 78 Jahren fand auf einer Lokstedter Sportanlage eines der größten Sportevents aller Zeiten statt. Es geht um den 26. August 1934 und um die Dirt-Track-Bahn. Dort boxte Max Schmeling an diesem Tag vor mehr als 100 000 Zuschauern gegen Walter Neusel. Zwar ist die Motorcrossrennbahn mittlerweile den Gebäuden des NDR Fernsehen gewichen, doch trotzdem hat diese Sportstätte Geschichte geschrieben. Heutzutage sind es andere Plätze, die Sportler und Zuschauer anziehen. Ohne die zahlreichen Schulsporthallen mitzuzählen, gibt es in den drei Stadtteilen Lokstedt, Niendorf und Schnelsen 19 verschiedene Sportstätten. Genutzt werden diese von 17 Vereinen. Bei Sportbegeisterten bleiben deshalb kaum Wünsche offen, aus mehr als 64 Sportarten kann gewählt werden.

Dabei ist die größte Sportanlage das Sportcentrum am Sachsenweg, in dem der Niendorfer TSV trainiert. Eine große Drei-Felder-Halle, sowie mehrere Sportplätze bieten Platz für zahlreiche Sportarten. Beinahe ebenso groß ist auch der neu entstandene Sportpark am Lokstedter Steindamm. Dieser ist das Zuhause mehrerer Vereine, unter anderem des SC Victoria. In Schnelsen sollte vor allem die große Anlage des TuS Germania Schnelsen im Königskinderweg erwähnt werden. sun

Das sind unsere Sportstätten

Fußball, als die mit großem Abstand beliebteste Sportart, ist auf allen genannten Plätzen Zuhause. Gefolgt in dieser Rangliste wird „König Fußball“ von Turnen und Tennis. Doch auch weniger klassische Sportarten sind in den drei Stadtteilen angesiedelt. So explodierte die Mitgliederzahl des Deutschen Alpenvereins in Lokstedt die letzten Jahre über geradezu. Wem eine überschaubare Anzahl von Mitgliedern lieber ist, der kann auch Minigolf spielen, oder Modellflugzeuge steuern.

Den kompletten Gegensatz zu diesen kleinen Vereinen bietet der Niendorfer TSV. Mit 9000 Mitgliedern und unzähligen Sportangeboten ist er vor dem TuS Germania Schnelsen mit 2000 Vereinsangehörigen, der größte Verein innerhalb der Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen und der viertgrößte in Hamburg.

In der Top-Liga

Die Sportstätten dieser Stadtteile haben dabei sogar oft absoluten Spitzensport miterlebt. So spielten die Tischtennis-Herren Germania-Schnelses eine Zeit lang in der ersten Bundesliga. Außerdem spielen aktuell die HSV Stealers im Baseballpark am Langenhorst sowie der Niendorfer Miniaturgolfclub in der höchsten deutschen Klasse. So viele Zuschauer wie Max Schmeling lockte aber seitdem keiner mehr an. Aus der Vielzahl an interessanten und wichtigen Sportstätten unserer drei Stadtteile werden wir im Monatsrythmus einige genauer vorstellen. kk

 

Bezirke managen Sportstätten gemeinsam

 

Das Bezirkliche Sportstätten-Baumanagement (BSBM) wird zum 1. Januar 2013 im Bezirk Mitte angesiedelt. Auch der Bau und die Bauunterhaltung der Eimsbütteler Sportstätten sind davon betroffen.

Mit der „Dekadenstrategie für den Hamburger Sport“ will der Senat die Stadt fit machen für eine Zukunft als „Sport-Metropole“. Zu diesem Zweck wird das Sportamt verkleinert und übergeordnete Aufgaben übernehmen (zum Beispiel bei Veranstaltungen nationaler Bedeutung).

Das Bezirkliche Sportstätten-Baumanagement hingegen, also der Bau und die Sanierung von Stadien und Plätzen (BSBM), geht an die Bezirke über – aber nicht an alle sieben, sondern an einen: Hamburg-Mitte wird zuständig. Darauf haben sich der Eimsbütteler Bezirksamtsleiter

Dr. Torsten Sevecke und seine sechs Amtskollegen verständigt.

Ausgenommen bleiben lediglich die Schul- und Hochschul-Sportanlagen sowie die Zuständigkeit für den Leistungssport. Beides verbleibt im Sportamt. sun

 

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