Aus der Kollauer Chronik geschöpft

Grigats Chronistenkarriere startete in Schnelsen

Archiv| Views: 240

In der Nachbarschaft standen noch Bauernhöfe, als Horst Grigat 1952 nach Niendorf zog. Als junger Lehrer begann der spätere Schulrektor mit der Niederschrift der Niendorfer, Schnelsener und Lokstedter Geschichte.

 

Mit einem Arbeitsauftrag seines Rektors an der Schule Frohmestraße fing alles an. „Du bist doch Heimatforscher. Kannst Du nicht aus der Kollauer Chronik alles raussuchen, was für Schnelsen relevant ist?“, erinnert sich Horst Grigat (92) an die Worte seines Vorgesetzten. Der junge Lehrer, der sich privat mit der Erforschung seiner Heimat Insterburg in Ostpreußen beschäftigte, wertete systematisch die umfangreiche Kollauer Chronik aus.

Das Ergebnis, eigentlich als Arbeitsgrundlage für Heimatkundelehrer gedacht, war viel zu schade, um nur dem Lehrerkollegium zur Verfügung zu stehen. Und so legte das Buch „Schnelsen – von der Steinzeit bis zur Gegenwart“ den Grundstein für Grigats umfangreiches Werk.

An der Schule Frohmestraße arbeitete er 30 Jahre, später selbst als Rektor. „Das war damals die einzige Schule in Schnelsen. Wir unterrichteten 1500 Schüler in zwei Schichten, vormittags und nachmittags“, erzählt Grigat. Doch er ist nicht nur Kopfarbeiter. Als Landwirt und Bauherr seines Hauses in der Wendlohstraße, das er 1956 mit seiner Frau Elisabeth bezog, bewies Grigat auch handwerkliches Geschick. Zwei seiner drei Söhne stiegen als Studiendirektor und Ökobauer in die väterlichen Fußstapfen. Und was ist der Lieblingsort des fachkundigen Chronisten? „Die Terrasse unseres Hauses“, lacht Grigat. „Das ist mein grüner Salon, dort arbeite ich im Sommer am Computer.“ mf

 

Stadtteilhistorie seit der Steinzeit

 

Insgesamt 15 Bücher hat Heimatforscher Horst Grigat veröffentlicht, das 16. ist in Arbeit. Gegenstand seiner Abhandlungen sind die Geschichte von Niendorf, Lokstedt und Schnelsen von der Steinzeit bis zur Gegenwart sowie Zeitgeschichte und Friedensforschung.

 

Comments are closed.