Vandalismus Im hinteren Bereich haben ungebetene Besucher sichtbare Spuren hinterlassen

Wann passiert denn endlich was?

Der Verfall der Amsinck-Villa schreitet voran

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Wie so oft liegt es am Geld: Eine Finanzierungslücke von einer Million ist der Grund dafür, warum der Umbau der Amsinck-Villa zur Kita schon seit Monaten auf Eis liegt.

 

Ursprünglich wollte die renommierte Ballin-Stiftung das seit Jahren leerstehende Gebäude von der Stadt Hamburg in Erbpacht übernehmen und sanieren. Doch dann ergab eine Untersuchung, dass die Villa viel maroder ist als angenommen: Schimmelbefall und die Belastung durch das hochgiftige Holzschutzmittel PCP verteuern die Sanierung auf 2,8 Millionen Euro – eine Million mehr als geplant. Dazu Vorstandssprecher Harald Clemens: „Die Stiftung kann maximal 1,6 Millionen Euro aufbringen – das würde ein Neubau kosten.“

Ein Abriss kommt aus Gründen des Denkmalschutzes nicht in Frage. Da inzwischen auch die Idee der Sanierung durch das städtische Wohnungsunternehmen SAGA GWG aus wirtschaftlichen Gründen verworfen wurde, ist die Finanzbehörde nun wieder auf der Suche nach einer „für alle Beteiligten tragfähigen Lö­sung.“ Ihr Pressesprecher Daniel Stricker zeigt sich aber zuversichtlich, dass dies „zügig“ geschehen wird.

Das Dach wird saniert

Unabhängig vom Ausgang der Gespräche wurde inzwischen die SAGA beauftragt, das Dach der Villa zu sanieren, damit es dort wenigstens nicht mehr hinein regnet. Dass es damit aber nicht getan ist, kann selbst der Laie unschwer erkennen. Nicht nur der Blick aufs Dach offenbart Schäden, auch das Vordach am Eingang sieht aus, als würde es jeden Moment einstürzen, zudem weist das Gemäuer an vielen Stellen Feuchtigkeit auf.

Graffiti-Schmierereien, Un­rat und zertrümmerte Möbel rund um die Villa zeugen von ungebetenen Besuchern, die dem Anwesen zusätzlich viel Schaden zufügen. Bleibt zu hoffen, dass wirklich sehr bald Bewegung in die Sache kommt. sun

 

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