Ein Herz und eine Seele: Leon und sein Labrador Curt Foto: privat

Bruder auf vier Pfoten

Leons erstes Jahr mit dem Autismus-Assistenzhund

Archiv| Views: 431

Im März ist Autismus-Assistenzhund Curt bei Familie Frera
in Niendorf eingezogen. Für den kleinen Leon (5)
und seine Eltern geht ein ereignis-reiches Jahr zu Ende.

Lange mussten Tania, Florian und Leon Frera auf Labrador Curt warten. Der Vierbeiner wurde für die Bedürfnisse des kleinen autistischen Niendorfers mit ADHS und einem schweren Herzfehler ausgebildet, zahlreiche Wochenblatt-Leser unterstützten die Anschaffung und Ausbildung mit ihren Spenden. „Wir sind sehr dankbar, dass wir Curt haben“, sagt Tania Frera: „Seit Curts Einzug lautiert Leon in seiner eigenen Sprache“, freut sie sich. „Wir hoffen, dass sich noch mehr Sprache entwickelt.“

Ein verspätetes Einsetzen der Sprache ist ein Merkmal des Autismus, ebenso wie das Unvermögen, Blickkontakt aufzunehmen, Berührungen zu ertragen und Reize zu verarbeiten. Auch dabei hilft der entspannte Curt: „Curt ist sehr sensibel, er kommt sofort, wenn Leon weint“, erzählt Tania Frera. „Und wie ein großer Bruder gibt er Leon Sicherheit wenn er ihm zum Beispiel zeigt, wie man ein Klettergerüst auf dem Spielplatz hochläuft.“ Leon gibt seinem vierbeinigen Freund sogar etwas von seinem Brötchen ab, obwohl „er eigentlich überhaupt nicht gern teilt.“ Das funktioniert nun sogar auch, wenn eine Freundin mit ihrem Sohn zu Besuch kommt: „Leon hat sogar Blickkontakt aufgenommen, ihm einen Kuss gegeben und sein Essen mit ihm geteilt“, freut sich Mama Frera.

Im neuen Jahr warten viele neue Herausforderungen auf die Familie. Im März steht eine Herzkatheder-OP bei dem kleinen Niendorfer an. Die Freras hoffen, dass sie danach seine großen Medikamenten-Dosen reduzieren können. Und im Sommer wird Leon eingeschult. Dann werden täglich viele neue Reize auf ihn einprasseln, bei deren Verarbeitung er Curts Hilfe braucht. mf

Comments are closed.