Das Hotzenblitz-Elektro- auto wurde in Deutsch- land gebaut Foto: privat

On tour mit dem Hotzenblitz

Ein Niendorfer gründete bereits vor 30 Jahren einen Verein für Elektromobile

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Elektroautos sind heute in aller Munde. Bereits vor 30 Jahren engagierte sich der Verein „Mit der Sonne fahren“ für Solarmobile. Erich Clef-Prahm aus Niendorf war ein Mitbegründer des Vereins.
Am 28. November feierte der Verein seinen 30. Geburtstag. Ein Grund für Erich Clef-Prahm, zurückzuschauen.

Schon zwei Jahre vor der Vereinsgründung organisierte Clef-Prahm in der Einkaufspassage Hamburger Hof eine Ausstellung mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, nachdem er in der Schweiz die ersten sogenannten Solarmobile gesehen hatte. „Nach der Ausstellung sprachen mich Leute an und gemeinsam waren wir der Meinung: Da muss was bewegt werden.

Damals meinte der Club of Rome, dass die Erdölreserven der Welt nur noch etwa 20 Jahre reichen würden. Also haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet mit dem Ziel, mit Ausstellungen und Präsentationsveranstaltungen wie einer Rallye, Stimmung in der Öffentlichkeit für Elektromobilität zu machen“, erinnert sich Erich Clef-Prahm.

Rallye durch die Schweiz

In einem einsitzigen Horlacher Elektro-Leichtmobil ging es dann auf die Tour de Sol kreuz und quer durch die Schweiz, viele weitere Rallyes folgten. In Deutschland gründeten sich nach dem Hamburger Vorbild weitere Vereine, so dass der heute noch aktive Bundesverband Solare Mobilität (BSM) gegründet wurde. Erich Clef-Prahm arbeitete für den deutschen Elektroauto-Hersteller Hotzenblitz und brachte seine Kinder mit einem zum E-Auto umgebauten Subaru zur Schule.

Auch seine Vereinskollegen setzten ihre Elektromobile täglich ein, entwickelten Fahrräder mit Zusatzantrieb und sogar eine elektrische Kleinbahn. „Sind wir zu früh gewesen oder haben wir wertvolle Demonstrations- und Entwicklungsarbeit geleistet?“ fragen sich heute einige Vereinsmitglieder und resümieren: „30 Jahre Beschäftigung mit Elektromobilität und erst jetzt bewegt sie sich merkbar.“ Auch wenn die technische Entwicklung im Verein weitgehend zum Stillstand gekommen ist, „wird die Zukunft der elektrischen Mobilität natürlich weiter beobachtet und begleitet.“ mf

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