Schichtwechsel Der Bürgernahe Beamte Jörg Beneke (li.) ist seit Anfang Februar der Nachfolger von Peter Gembora in Niendorf Süd Foto: ngo

Moin Moin Jörg Beneke!

Peter Gemboras Nachfolger: Rund um den Tibarg dreht ein neuer Stadtteilpolizist seine Runden

Archiv| Views: 523

Der neue Bürgernahe Beamte (BüNaBe) von Niendorf Süd ist kein Unbekannter. Der Polizeioberkommissar war zuvor zwei Jahre erster Ansprechpartner für die Menschen in Niendorf Mitte.

 

Jörg Beneke, seit 1979 bei der Polizei Hamburg, gehört seit 2016 zur Mannschaft des Polizeikommissariats 24. Bereitschaftspolizist, PK 11 in St. Georg, LKA Hamburg im Bereich „Fahndung und Observation“, UN-Einsatz im Kosovo, Jungenschutz in der City sowie Ausbilder an der Polizei-Akademie sind Stationen seiner beruflichen Vita. Wochenblatt-Redakteurin Natascha Gotta sprach mit dem 55-Jährigen über sein neues Revier, das vom Tibarg Center bis zur Pulvermühle und vom Flughafenzaun bis zum Waldcafe Corell im Niendorfer Gehege reicht.

 

Niendorfer Wochenblatt: Wie ist Ihr erster Eindruck vom neuen Revier?

Jörg Beneke: Es ist ein lebendiges Quartier, sowohl seitens der Anwohner und Besucher als auch durch die Vielfalt des Angebotes durch Handel und Gewerbe. Der Tibarg hat Magnetwirkung. Hier kommen tagsüber viele Menschen aus allen Bereichen des Stadtteils zusammen.

 

NW: Warum wollten Sie als BüNaBe arbeiten, was ist das Reizvolle an dieser Aufgabe?

Beneke: Das selbstständige und  eigenverantwortliche Arbeiten für die Menschen in diesem Stadtteil. Ich bin davon überzeugt, dass die Polizei Hamburg den Bewohnern damit generell einen guten Dienst erweist, indem sie auch vor Ort ansprechbar ist. Die kleinen Sorgen und Nöte, Vorschläge für Verbesserungen, das Aufzeigen von Missständen und vieles mehr wollen Beachtung finden. Die Polizei ist zwar nicht für alles zuständig, kann aber vermitteln. Im Großen ein kleines Rad zu sein, empfinde ich als Herausforderung, der ich mich gern stelle.

 

NW: Welche besonderen Fähigkeiten braucht ein BüNaBe?

Beneke: Eine aufgeschlossene Art, gepaart mit offenen Augen und Ohren. Nachfragen, nachsetzen und „sich kümmern“ ist wohl außerdem eine gute Rezeptur. Grenzen aufzeigen und durchsetzen gehören aber auch zum Repertoire. Letztendlich entscheidet auch die Tagesform meines Gesprächspartners über eine freundliche oder unfreundliche Begegnung.

 

NW: Ist Niendorf Süd Ihr Wunschrevier gewesen?

Beneke: Nachdem klar war, dass der Kollege Peter Gembora wirklich in den Ruhestand versetzt wird, habe ich mich um die Nachfolge bemüht.

 

NW: Was hat sich während Ihrer Dienstzeit in Niendorf positiv und negativ im Stadtteil verändert?

Beneke: Das kann ich nach zweijähriger Dienstzeit im PK 24 nicht genau sagen. Die besondere Herausforderung an Niendorf mit seinen Bewohnern war in jüngster Zeit sicherlich die vielschichtig geleistete Integrationsarbeit für die Flüchtlinge im Stadtteil. Ich finde, dass sie besonders gut gelungen ist. Aber auch ein anderes Thema hat nicht unerhebliche Bedeutung – der Ausbau der A7. Das verändert den Stadtteil nicht nur in Nähe der Baustelle. Ich bin gespannt, wie es sich – lange nach meinem Eintritt in den Ruhestand – auf dem Tunnel flanieren lässt.

 

NW: Gab es während Ihrer Zeit als BüNaBe auch gefährliche Momente?

Beneke: Gewalt, nicht nur gegen Polizeibeamte, ist leider ein sehr großes Thema geworden. Im Laufe meiner Dienstzeit habe ich mehrere Situationen dieser Art erlebt. Als Stadtteilpolizist kommen wir in den allermeisten Fällen aber mit einem deutlichen Appell an Vernunft und Einsicht zum Ziel.

NW: Was schätzen Sie an Niendorf und Ihrem Revier?

Beneke: Die Vielseitigkeit des Stadtteils. Niendorf ist eine Kleinstadt in der Großstadt. Hier gibt es alles und ich muss nicht zwingend in die Innenstadt. Mit unserem Niendorfer Gehege und den vielen Grünflächen haben wir anderen Stadtteilen wirklich etwas voraus.

 

NW: Wenn Sie sich nicht um die Niendorfer kümmern, was steht dann auf dem privaten Dienstplan?

Beneke: In meiner Freizeit bin ich gern in der Natur. Genauer gesagt, segle ich gern mit kleinen oder größeren Booten auf der Alster und der Ostsee. Seit einem Jahr habe ich auch die Imkerei zum Hobby.

Comments are closed.