Abschlussversammlung des SDV-E: Die Delegierten forderten mit dem Eimsbüttler-Senioren-Apell eine sofortige Verbesserung zu den Hauptproblemen der älteren Generation Foto:SDV-E

Drei-Punkte-Apell für Gerechtigkeit

Barrierefreiheit, Altersarmut und bezahlbarer Wohnraum ­– die Seniorendelegierten setzen sich ein

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Engagement für die Anliegen der Älteren ­– das ist die Aufgabe der Seniorendelegiertenversammlung-Eimsbüttel (SDV-E) und des Bezirksseniorenbeirates-Eimsbüttel  (BSB-E).

 

Zur Abschluss­versammlung der Amtsperiode 2013 bis 2017 verabschiedeten die Delegierten jetzt mit über­wältigender Mehrheit den Eimsbüttler-Senioren-Appell zu den Themen „Altersarmut”, „bezahlbarer Wohnraum” und „Barrierefreiheit im öffentlichen Raum”.  Rund 75 Teilnehmer waren gekommen, darunter 45 Delegierte aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, der DGB und seine Einzelgewerkschaften, die Kirche und andere.

Zentrale Probleme

Es wurde darüber diskutiert,  was in den vergangenen Jahren passiert ist und welche Schlussfolgerungen daraus für die Zukunft zu ziehen sind. Zum Abschluss verabschiedeten die Delegierten mit überwältigender Mehrheit ein Drei-Punkte-Appell an die Verwaltungen und Regierungen auf Bezirks-, Senats- und Bundesebene und fordert zu folgenden zentralen Problemen eine sofortige Verbesserung.

Fast jede zweite Berufstätige in Deutschland fürchtet, dass die Rente im Alter nicht zum Leben reicht. Für viele Rentner im Bezirk Eimsbüttel ist diese düstere Ahnung längst Realität. Schon heute sind 30 Prozent der älteren Menschen von Altersarmut betroffen, mit steigender Tendenz. Der SDV-E fordert die Bundesregierung in Berlin per sofort dazu auf,  die gesetzliche Altersversorgung zu stärken und das Rentenniveau  auf mindestens 53 Prozent entscheidend anzuheben und bittet alle Bundestagsabgeordneten, besonders die in Hamburg um Unterstützung.

Rollstuhlfahrer und sehbehinderte Menschen haben es im Bezirk Eimsbüttel nicht leicht. Ob ebenerdig zu betretene Gebäude ohne Stufen, Rampen statt Treppen oder behindertengerechte Toilettenanlagen, hier muss sofort für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit mehr getan werden. Die Bezirksverwaltung Eimsbüttel ist verantwortlich für die Gestaltung des öffentlichen Raumes in unserem Stadtteil und wird aufgefordert sofort zu handeln.

In Hamburg herrscht ein erheblicher Mangel an Wohnungen, die für Familien und Menschen mit geringen Einkommen erschwinglich sind. Steigende Mieten verdrängen zunehmend alteingesessene Gering- und Normalverdiener aus ihren Wohnungen. Die soziale Mischung in den Quartieren kippt. Immer mehr Menschen finden bezahlbare Wohnungen nur noch in den Randgebieten. Hinzu kommt, dass nicht genügend altersgerechter und barrierefreier Wohnraum vorhanden ist. Der SV-E fordert den Senat der Freien- und Hansestadt Hamburg dazu auf, entscheidend mehr für zukunfts- und altersgerechten und bezahlbaren Wohnraum zu tun. kn

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