Trist Die Park-and-Ride-Anlage an der Lokstedter Grenzstraße soll grundinstandgesetzt werden Foto: cs

Pendler müssen bald zahlen

P+R-Anlage Lokstedter Grenzstraße wird saniert – und kostenpflichtig

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Wer sein Auto auf der Park-and-Ride Anlage am Hagenbecks Tierpark abstellen möchte, um von dort aus mit der U-Bahn weiterzufahren, muss dafür künftig bezahlen. Der Parkplatz an der Lokstedter Grenzstraße wird bis Ende dieses Jahres modernisiert. Im Anschluss wird er kostenpflichtig.

 

Zwei Euro am Tag, 20 pro Monat oder 200 fürs ganze Jahr werden dann für Pendler fällig. Kein Pappenstiel, aber immerhin noch wesentlich günstiger als die Parkhäuser in der City. „Wenn die Nutzer für etwas zahlen sollen, dass zuvor gratis war, sind sie natürlich erst einmal wenig begeistert“, weiß auch Heino Fahldieck, Geschäftsführer der P+R-Betriebsgesellschaft, die die entsprechenden Vorgaben der Verkehrsbehörde nach und nach auf allen Hamburger P+R-Plätzen umsetzt.

Aber es gibt auch Vorteile, so Vahldiecks aus Erfahrung aus anderen Stadtteilen: Vor der Einführung der Gebührenpflicht hätten auch viele Anwohner die Parkplätze genutzt. „Die Entgeltpflicht sorgt dafür, dass diejenigen, die den Service wirklich brauchen, dann größere Chancen haben, einen Platz zu bekommen“, sagt er. Und das ist auch und besonders in Lokstedt mehr als nötig. Die 102 Stellplätze sind nach Angaben Vahldiecks seit Jahren täglich voll besetzt, ein Ausbau nach dem sogenannten P+R-Entwicklungskonzept des Senats jedoch nicht vorgesehen. „Weil wir im Zuge der Grundinstandsetzung eine Durchfahrt schließen, gewinnen wir neun weitere Plätze hinzu – das war es dann aber auch“, so Vahldieck. Dafür sollen Untergrund und Bordsteine erneuert und die Beleuchtung verbessert werden. Außerdem erhält die Fläche eine Belegungsanzeige, eine Notruf- säule und eine durchgehende Videoüberwachung. Übrigens: Elektroautos parken an der Lokstedter Grenzstraße auch weiterhin kostenlos. Eine Ladestation ist aber vorerst nicht geplant. cs

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