Ein Leben für den Sport!

Peter von Appen engagiert sich seit 60 Jahren für den NTSV

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Ein Leben ohne Fußball – das kann Peter von Appen sich nicht vorstellen. Der 77-Jährige war Spieler, Schiedsrichter und Jugendwart –immer für den Niendorfer TSV!

 

Der Sportplatz Bondenwald ist sein zweites Zuhause. „Hier habe ich früher oft gespielt. Damals gab’s noch das Vereinsheim, den Rasenplatz, kein Flutlicht“, erinnert er sich. „Das war eine tolle Zeit…“ Damals – das war 1949. „Ich war elf Jahre alt und habe beim NTSV  angefangen.“ Drei Jahre lang spielte von Appen  Handball. „Aber da gab’s damals nicht so viele Mannschaften.“ So wechselte er zum Fußball –  natürlich wieder beim NTSV. „Wir haben auf einer Wiese auf der Promenade gespielt“ erzählt Peter von Appen. „Heute ist da der Friedhof…“

Dass er zum NTSV ging, kam in seiner Familie nicht so gut an. „Mein Vater war Platzwart beim HSV an der Rothenbaumchaussee und wollte, dass ich da spiele.“ Doch Peter von Appen ist Niendorfer durch und durch. „Für mich gab’s nur den NTSV.“

An sein erstes Punktspiel kann er sich noch gut erinnern. „Das war an der Bundesstraße. Ein Spieler fehlte, da schickte mich der Trainer auf den Platz, ich sollte links außen spielen. Sein einziger Kommentar: da ist das Tor…“, sagt Peter von Appen lachend.

Ein Zufall brachte ihn 1956 zu seiner zweiten Leidenschaft: „Für jede gemeldete Mannschaft muss auch ein Schiedsrichter gestellt werden. Wir hatten aber zu wenig. Mein Freund sagte: Komm, mach‘ mit – sonst kriegen wir Ärger vom Verband.“ Peter von Appen macht nicht nur den Lehrgang, er baut danach auch die Schiedsrichterabteilung für den NTSV auf. Bis zur Verbandsliga pfeift er Spiele. Sein „Größtes“: „Viktoria Harburg gegen Buchholz 08 vor 1100 Zuschauern – das war schon beeindruckend.“

„Richter Gnädig“

Und Peter von Appen engagiert sich noch mehr: Er wird Fußballjugendwart, baut den Mädchenfußball auf – und arbeitet ehrenamtlich auch für den Hamburger Fußball Verband. Zwei Jahre ist er sogar der Vorsitzende des Jugendrechtsausschusses. „Da hatte ich eine klare Linie: Ein Ausrutscher kann passieren. Aber ich hab‘ immer gesagt, ich will keinen zum zweiten Mal sehen.“ Dafür gab’s dann auch milde Strafen. „Sie haben mich Richter Gnädig genannt“, schmunzelt Peter von Appen. „Aber mein System hat funktioniert…“

Danach war er 15 Jahre Vorsitzender der Hamburger Fußballjugend. Wie hat er, der hauptberuflich als Hafeninspektor arbeitete, das alles geschafft? „Ohne meine Frau hätte ich das nicht machen können“, sagt er ehrlich. Seine Frau, die beiden Töchter – alle haben ihn unterstützt. Und waren dabei, wenn er für sein Engagement ausgezeichnet wurde. Ehrennadeln, Medaillen, sogar den „Olympischen Diskus, die höchste Auszeichnung der Deutschen Sportjugend, bekam er. Seine letzte Urkunde gab’s erst im Januar – für 60 Jahre Mitgliedschaft im NTSV. „Das war ein besonderer Moment.“ ar

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