Politik steht vor der Schule Schulleiterin Karin Schiller begrüßt Manuela Schwesig (Mitte) und Cornelia Prüfer-Storcks (re.)Foto: tif

Familienministerin lobt Pilotprojekt

Manuela Schwesig und Cornelia Prüfer-Storks zu Besuch bei der Albertinen-Schule in Schnelsen

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Die Pflegeausbildung geht in Schnelsen einen neuen Weg. Am Sonnabend informierte sich Politik-Prominenz vor Ort, um das Modell zum bundesweiten Standard zu erheben.

 

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig besuchte zusammen mit Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks die Albertinen-Schule. Die Politikerinnen sprachen mit Auszubildenden und Lehrkräften über ihre Erfahrungen mit dem bisher einzigartigen Konzept der neuen Pflegeausbildung.

Schwesig betonte: „Wir wollen den Respekt für die Ausbildung in Pflegeberufen fördern. In der Zukunft wird der Bedarf weiter wachsen und diese Arbeit verdient größte Wertschätzung.“ Momentan erarbeiten das Familien- und das Gesundheitsministerium gemeinsam ein Gesetz über die Reform der Ausbildung in Pflegeberufen.

Theorie und Praxis

Die Schnelsener Albertinen-Schule bietet in ihrem Pilotprojekt seit 2011 die generalisierte Pflegeausbildung an. Dabei werden die bisherigen Berufsbilder Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Kinderkrankenpflege zu einem Ausbildungsberuf zusammengefasst. Von der Säuglingspflege bis zur Sterbebegleitung erfahren hier jährlich 25 Pflegeschüler die gesamte Theorie und Praxis in drei Ausbildungsjahren.

Parallel dazu gibt es die Möglichkeit, in Kooperation mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) den Dualen Studiengang Pflege zu absolvieren. Jährlich 30 Studierende erwerben dadurch einen Bachelor of Arts und den generalisierten Pflegeberufsabschluss.

Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks lobte: „Die generalisierte Ausbildung macht die Pflegeberufe attraktiver. Die Absolventen sind flexibler in der Entscheidung, ob sie später in der Alten- oder Krankenpflege oder mit Kindern arbeiten möchten.“ Das Albertinen-Pilotprojekt sah sie dabei als „die Wiege der neuen Pflegeausbildung“. Manuela Schwesig will das neue Gesetz noch in diesem Jahr mit den Ländern auf den Weg bringen. „Dazu gehört, dass die Ausbildung gebührenfrei möglich sein soll. Generell muss Arbeit in der Pflege finanziell interessanter werden“, forderte die Ministerin. tif

 

 

Start des Modells

 

Schon 2003 startete der erste Modell-Kurs „Generalisierte Pflegeausbildung mit Schwerpunkten“ im Albertinen, damals noch für dreieinhalb Jahre. Von 2008 bis 2011 bot die Albertinen-Schule verkürzte Pflegeausbildungen für Migrantinnen an, deren bisherige Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt wurden.

 

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