Vielfalt für Schüler

Verstärkte Kooperation zwischen Schule und Stadtteil erwünscht

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Wie Bildungsanbieter gemeinsam familiengerechte Angebote schaffen können war Thema der dritten lokalen Bildungskonferenz Lokstedt.

 

Die Regionalen Bildungskonferenzen sollen Menschen und Institutionen eines Stadtteils vernetzen, um die Bildungslandschaften und –chancen vor Ort zu verbessern. In Lokstedt finden sie in Kooperation mit dem Lokalen Bündnis für Familie Lokstedt statt. Es war bereits die dritte Konferenz dieser Art und diesmal  diskutierten Lehrer, Eltern, Kita- und Hortvertreter, Nachbarn und Vertreter von Lokstedter Institutionen im Café Veronika.

Vor allem die Schaffung eines vielfältigen Angebots in der Nachmittagsbetreuung an Schulen lag den Teilnehmern am Herzen. Die Eltern betonten wiederholt, wie wichtig ihnen vor allem gut ausgebildete,  bezahlte Betreuer sind, zu denen Kinder langfristig ein Vertrauensverhältnis aufbauen können.

Bei einem Stundensatz von 17,39 Euro stehen jeder Schule pro  Jahr zwischen  20 000  und 40 000  Euro  zur Finanzierung   von Angeboten aus dem Stadtteil zur Verfügung. Dieses Geld wird ganz unterschiedlich in der Nachmittagsbetreuung verwendet. Das machte Uwe Gaul, Ganztagskoordinator der Schulbehörde, deutlich. Er berichtete von verschiedenen Kooperationsvereinbarungen  in dem sehr vielseitigen Hamburger Schulsystem aus gebundenen, teilgebundenen und offenen  Ganztagsschulen.

 

 

Dritte lokale Bildungskonferenz in Lokstedt

 

Mit der Frage „Wie können Kinder den Stadtteil erobern?“ kritisierte Ralf Helling, Geschäftsführer des Vereins Lenzsiedlung, das Ganztags-Prinzip, das den Kindern zu wenig Raum für private Freizeitgestaltung in ihrem Wohnumfeld lässt.

Gab einen Einblick ins Hamburger Schulsystem: Uwe Gaul von der Schulbehörde Foto: mf

Damit die Kinder die Nachmittagsbetreuung als nicht zu schulisch empfinden, „macht ein vielfältiges Angebot Sinn“, erwiderte Uwe Gaul.

Ein positives Resümee zog Pastor Uwe Klüter von  der  Freien  evangelischen Gemeinde Lokstedt, der im Herbst eine spannende Ferienwoche mit einer Carerra-Bahn für Jungs organisiert hatte:  „Das war sehr erfolgreich und wird im nächsten Jahr größer und professioneller.“  

Auch bei  der Kooperation  mit  der Musikkunstschule Lokstedt seien gemeinsame  Interessen ins Blickfeld geraten. „Es lohnt sich, weiter kreative Ideen zu entwickeln“, bilanzierte er.

Doch es ist beim Thema Schulkinderbetreuung nicht immer einfach, dass sich neue Partner finden und zusammenarbeiten können. Ralf Helling, Geschäftsführer der LenzSiedlung, fordert deshalb: „Um  in  Kooperationen kommen zu können, müssen Sozial- und Schulbehörde erst noch transparente Voraussetzungen schaffen.“ mf

 

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