Wenn am Ende alle Unterlagen (der gelbe und blaue Umschlag sowie die Wahl- und Abstimmungsscheine) im rosa Umschlag stecken und in die Wahlurne geworfen werden, hat man alles richtig gemacht

Jetzt schon wählen

Ein Besuch bei den Mitarbeitern der Wahldienststelle Lokstedt

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Seit 2009 kann man in der Wahldienststelle des Bezirks ohne Angabe von Gründen wählen – unabhängig vom eigentlichen Termin.

 

Die Wahl ist entschieden – zumindest für Karin Stahl. Die Niendorferin hat vergangene Woche in der Wahldienststelle im Garstedter Weg 13 ihre Stimme abgegeben. Nicht etwa per Briefwahl, sondern persönlich und ganz normal in der Wahlkabine. „Am 22. September bin ich nicht in Hamburg, aber wählen wollte ich auf jeden Fall. In der Infobroschüre, die den Wahlunterlagen beilag, habe ich gelesen, dass ich das jetzt schon tun kann. Das ist prima“, sagt sie.    

Seit dem 12. August sind die Wahldienststellen geöffnet. An den Standorten Lokstedt (Niendorf), Stellingen und Eimsbüttel arbeiten in den sechs Wochen vor der Wahl insgesamt 30 Mitarbeiter, die aus der Verwaltung stammen oder geschulte (Teilzeit-)Angestellte und Freiberufler sind, die sich freiwillig gemeldet haben. 33  000 Anträge auf Briefwahlunterlagen haben sie bereits bearbeitet und stehen mitunter ganz schön unter Zeitdruck – insbesondere zu den Stoßzeiten, wenn Dutzende Bürger auf einmal kommen.

Hat bereits ihre Wahl getroffen: Die Niendorferin Karin Stahl in der Wahldienststelle am Lokstedter Weg

Claudia Rosenberg ist Mitarbeiterin in der Wahldienststelle Lokstedt, wo es die meiste Laufkundschaft im Bezirk mit teilweise bis zu 200 Besuchern pro Tag gibt. Geduldig erklärt sie ihnen den Ablauf. Am Ende sollen alle Unterlagen – der gelbe und blaue Umschlag sowie der Wahl- und Abstimmungsschein – in den dafür vorgesehenen rosa Umschlag stecken und eingeworfen werden. „Durch den Volksentscheid gibt es diesmal viel Papier, was einige Wähler ein bisschen durcheinander bringt!“ hat sie beobachtet.

Zudem ist nicht alles eine Wahlurne, was einen Schlitz hat. Einige Wähler hielten den Reißwolf irrtümlich für den Abgabebehälter. Jetzt prangt ein großes Schild darauf, damit es nicht mehr zu Verwechslungen kommt. Meist läuft jedoch alles reibungslos. Selbst dann, wenn ein Wähler seinen Personalausweis vergessen hat. „Wir akzeptieren auch einen Führerschein oder eine Krankenkassenkarte, aber bitte mit Bild!“ erklärt Rosenberg. löv

 

Wahldienststelle Lokstedt im Stadtteil Niendorf, Garstedter Weg 13, 

Tel. 42 801 52 00

Wahldienststelle Eimsbüttel Grindelberg 66, Tel. 42 801 26 80

Wahldienststelle Stellingen Basselweg 73, Tel. 42 801 56 89

 

Hauptaufgaben der Wahldienststelle

 

• Ausgabe von Briefwahlunterlagen und Wahlscheinen

• Auskünfte und Infos gegenüber Bürgern und Wahlvorständen

• Bearbeitung von Einträgen, Streichungen und Nachträgen sowie Widersprüchen       gegen das Wählerverzeichnis

• Erstellen der „Negativlisten“ (für ungültig erklärte Wahlscheine)

• Abschlussarbeiten am und nach dem Wahltag

 

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