Als Straßenbahn-Depot schwer wiederzuerkennen: Das Gerippe auf der Bauhaus-Baustelle

Es war einmal ein Depot

Vom denkmalgeschützten Straßenbahndepot steht nur noch das Gerippe

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Größer und komfortabler soll die neue Bauhaus-Filiale an der Alten Kollaustraße werden. Für Straßenbahn-Fans klangen die Neubau-Pläne verlockend, als sie im Frühjahr vorgestellt wurden: Das ehemalige Straßenbahn-Depot, auf dessen Gelände das Bauhaus steht, soll teilweise als Museum integriert werden, inklusive Straßenbahnwaggon.

 

Doch wer dieser Tage die Baustelle passiert, sieht lediglich das Gerippe einer ehemaligen Halle, die von 1924 bis 1978 die Straßenbahn beherbergte. Das Gebäude ist denkmalgeschützt „als Zeugnis der Hamburger Verkehrsgeschichte. Mit seiner bemerkenswerten filigranen Einbetonkonstruktion ist das Depot stadt-, bau- und technikgeschichtlich von Bedeutung,“ ließ das Denkmalschutzamt im März verlauten.

Es versprach für den Neubau: „Obwohl die zukünftige Nutzung als Baumarkt einige Umbauten notwendig macht, können wichtige Teile der historischen Konstruktion freigelegt und erhalten werden. So wird der historische Eindruck wieder erlebbar gemacht von der Konstruktion über das alte Gleisbett bis zu den ehemaligen Einfahrtstoren für die Straßenbahnen.“

Zuständigkeiten

Dies ist in dem gegenwärtigen Zustand schwer vorstellbar. Das Bezirksamt Eimsbüttel verweist darauf, dass abgerissen würde, was Teil der Abrissgenehmigung war. Für alle weiteren Fragen sei das Denkmalschutzamt zuständig und das erklärte dazu: „Das ehemalige Straßenbahndepot wurde in der Vergangenheit bereits stark verändert. Daher stehen lediglich die erhaltenen Teile unter Denkmalschutz.“

Dennoch solle der historische Eindruck teilweise deutlich besser erlebbar werden als vorher. So würden die Einfahrtstore nach historischem Vorbild rekonstruiert.  mf

 

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