Viel Besuch für den Gedenkabend wünschen sich Pastorin Maren Gottsmann, Geschichtslehrer Thomas Ruten und die Neuntklässler aus dem Gymnasium Ohmoor

Schüler erinnern an 1938

Gedenkabend für Opfer der Pogromnacht am 9. November

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„Mitten unter uns“ ist das Motto eines Gedenkabends in der Niendorfer Verheißungskirche, und gedacht wird dabei der Judenverfolgungen, die vor über 70 Jahren überall mitten in Deutschland passierten.

 

Eine Gruppe engagierter Neuntklässler aus dem Gymnasium Ohmoor hat den Gedenkabend mitvorbereitet. Sie haben sich unter anderem mit den Tätern von damals befasst und fragen, wie Menschen, die liebevolle Väter und Großväter waren, zu furchtbaren Taten fähig sind.

Am 9. November 1938, in der „Reichspogromnacht“, brannten in Deutschland die Synagogen, und jüdische Mitbürger wurden aus ihren Häusern getrieben und verhaftet. Viele Deutsche, auch Kirchenleute, sahen tatenlos zu.

Beim Gedenkabend wird eine Schülerin von ihrem Großvater erzählen, der als Jude und SPD-ler in ein Konzentrationslager eingesperrt wurde; andere haben sich mit Paul Dieroff befasst, dem Schüler aus Niendorf, der mit 16 Jahren ins KZ musste und nachdem heute eine Straße benannt ist.

Pastorin Maren Gottsmann von der mitorganisierenden Kirchengemeinde Niendorf: „Die Schüler überlegen, warum wir überhaupt gedenken nach so vielen Jahrzehnten und kommen zu dem Schluss: Nicht gedenken hieße ignorieren und vergessen.“

Weitere Beteiligte am Gedenkabend sind Pastorin Anke Zorn, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Pinneberg, Wolfgang Seibert und der Kammerchor der Kirchengemeinde Niendorf. bk

 

Gedenkabend am Fr., 9.11., um 19 Uhr in
der Verheißungskirche (Sachsenweg 2)

 

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